Merkel "Mörderischer Anschlag"

Nach dem Anschlag in Nizza mit mindestens 84 Toten und Dutzenden Verletzten haben Politiker weltweit ihr Mitgefühl bekundet. Von Gauck und Merkel über Tusk und Sarkozy zu Obama und Trump - die Reaktionen im Überblick.
Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Nizza: Bundeskanzlerin Angela Merkel (r.) hält sich zur Zeit beim Asem-Gipfel in Ulan-Bator auf

Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Nizza: Bundeskanzlerin Angela Merkel (r.) hält sich zur Zeit beim Asem-Gipfel in Ulan-Bator auf

Foto: DAMIR SAGOLJ/ AFP

Es sollte ein Tag des Feierns werden: Zahlreiche Menschen hatten sich am Donnerstagabend an der Promenade des Anglais in Nizza versammelt, um den französischen Nationalfeiertag zu begehen, es gab ein großes Feuerwerk. Doch schon kurz danach brach Panik aus: Ein Mann raste mit einem Lkw in die Menge, über zwei Kilometer hinweg überfuhr er dabei Menschen.

Mindestens 84 Passanten sind bei dem Anschlag in Nizza getötet worden. Die Hintergründe sind noch unklar, die Ermittlungen laufen. Doch weltweit haben Politiker bereits auf die Attacke reagiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Tat als "massenmörderischer Anschlag". Deutschland teile die Trauer mit Frankreich, sagte sie auf dem Asem-Gipfel in Ulan-Bator. Man werde den Terror gemeinsam bekämpfen. "Ich bin sehr überzeugt, dass wir trotz aller Schwierigkeiten den Kampf gewinnen werden."

EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte beim Auftakt des Asien-Europa-Gipfels (Asem) vor Journalisten in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator: "Es ist ein trauriger Tag für Frankreich, Europa und uns alle hier in der Mongolei." Es sei ein Angriff auf die Menschen in Frankreich gewesen, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefeiert hätten. "Wir stehen vereint mit den Menschen und der Regierung Frankreichs in ihrem Kampf gegen Gewalt und Terrorismus."

"Ein Angriff auf die gesamte freie Welt": Joachim Gauck

"Ein Angriff auf die gesamte freie Welt": Joachim Gauck

Foto: CLAUDIO REYES/ AFP

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sprach von einem "Terror-Akt" und sagte, im Kampf gegen den Terrorismus innerhalb und außerhalb der EU könne Frankreich mit der EU-Kommission rechnen. Er sei sehr betrübt über das schreckliche Ereignis.

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US-Präsident Barack Obama schrieb in einer Mitteilung, er verurteilte, "was nach einer furchtbaren Terror-Attacke aussieht". Man werde Frankreich bei den Ermittlungen unterstützen. "Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten", heißt es in der Erklärung des Weißen Hauses. "Wir wissen, dass das Wesen der französischen Republik lange über diesen verheerenden und tragischen Verlust von Leben hinaus andauern wird."

Der amerikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump twitterte über die "furchtbare Attacke". Er habe deshalb beschlossen, seine für Freitag angekündigte Pressekonferenz zu verschieben, bei der er seinen seinen Vizepräsidentschafts-Kandidaten vorstellen wollte.

Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy schrieb bei Twitter: "Tiefes Mitgefühl und unendliche Traurigkeit angesichts der Attacke in Nizza." Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, twitterte: "Im Namen der Pariser geht unsere ganze brüderliche Unterstützung an die Menschen in Nizza. Unsere Städte sind vereint."

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Auch deutsche Politiker reagierten mit Bestürzung auf den Anschlag. Bundespräsident Joachim Gauck sprach von "einem Angriff auf die gesamte freie Welt" und einem "brutalen Anschlag auf friedlich feiernde Menschen". Er habe mit Entsetzen bei seinem Staatsbesuch in Uruguay von dem Anschlag erfahren und dem französischen Präsidenten seine Anteilnahme ausgesprochen. Der Anschlag gelte den Werte der französischen Revolution, "die auch unsere Werte sind".

Regierungssprecher Steffen Seibert schrieb bei Twitter: "Das Entsetzen über den Anschlag von Nizza ist kaum in Worte zu fassen. Alle Gedanken sind bei unseren französischen Freunden." Justizminister Heiko Maas twitterte: "Schreckliche Nachrichten aus Nizza. Unsere Gedanken sind bei unseren französischen Nachbarn." Auch die Grünen-Parteivorsitzende Simone Peter teilte mit, "unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien". Und FDP-Chef Christian Lindner schrieb im Kurznachrichtendienst: "Heute Morgen war ich noch im friedlichen Nizza...große Sorge."

 
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