Sonntag, 21. Juli 2019

Konjunkturaussichten Es geht abwärts - fragt sich nur, wie stark

Anlagenbau: Die produzierende Industrie verzeichnet einen drastischen Einbruch der Auftragseingäng
Hendrik Schmidt/ / DPA
Anlagenbau: Die produzierende Industrie verzeichnet einen drastischen Einbruch der Auftragseingäng

3. Teil: Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse der Woche

Die wichtigsten Wirtschaftstermine der bevorstehenden Woche

MONTAG Yokohama - Nach Ghosn - Nissan hat zum außerordentlichen Aktionärstreffen geladen. Carlos Ghosn, lange gemeinsamer Chef von Nissan und Renault, saß monatelang in Untersuchungshaft wegen angeblicher Selbstbedienung im Amt. Derzeit wartet er in Japan auf seinen Prozess. Die Kooperation zwischen beiden Konzernen geht weiter. Der neue Renault-Chef Senard soll in den Nissan-Verwaltungsrat einziehen.

Wiesbaden - Deutsche Konjunktur - Das Statistische Bundesamt legt neue Zahlen zur deutschen Ausfuhr vor.

DIENSTAG

Washington - Globale Konjunktur - Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt seinen halbjährlichen weltwirtschaftlichen Ausblick vor.

Brüssel - Seidenstraße und Chinopa - EU-China-Gipfel: EU-Kommissionspräsident Juncker und Ratspräsident Tusk empfangen chinesische Regierungsvertreter. Unter anderem geht es um den Klimaschutz und den Welthandel.

MITTWOCH Brüssel - Kleinbritannien und Europa - EU-Sondergipfel zum Brexit: Die Staats- und Regierungschefs treffen sich, um über die verworrene Lage zu beraten. Wird es eine weitere Verlängerung über den 12. April hinausgehen? Ist sogar eine lange Verlängerung drin? Für die EU ein Balanceakt: einerseits weiterhin handlungsfähig bleiben (auch mit einem halbausgetretenen Großbritannien), andererseits keinen bitteren Bruch zwischen den Briten und dem Kontinent provozieren. Ein Gipfel von tatsächlich historischer Bedeutung.

Frankfurt - Leere Köcher - EZB-Ratssitzung: Im Anschluss wird Präsident Draghi die geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbank vor der Presse erklären. Angesichts von Nullzinsen und zurückliegenden Wertpapierkäufen sind die weiteren Handlungsmöglichkeiten der EZB beschränkt.

DONNERSTAG Washington - Rezessionsalarm - Auftakt zur Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. Erwartet werden Dutzende von Finanzministern und Notenbankchefs.

Wiesbaden/Peking - Preisfragen - Neue Zahlen zur Inflation von den Statistikämtern in Deutschland und China.

Neu Delhi - Elefantös - In der größten Demokratie der Welt beginnen die Parlamentswahlen, die bis zum 19. Mai dauern werden. Premier Modi und seine hindunationalistische Partei haben trotz großer Versprechungen einer raschen wirtschaftlichen Modernisierung eine bestenfalls gemischte Bilanz zustande gebracht. Die oppositionelle Kongresspartei, seit Jahrzehnten geführt von Mitgliedern der Familie Gandhi, hat zuletzt in Regionalwahlen wieder aufgeholt.

FREITAG

London/Brüssel - B-Day - Kommt es nicht auf die letzten Meter doch noch zu einer Zustimmung zum Brexit-Vertrag - oder zu einer weiteren Verlängerung der Ausstiegsfrist -, scheidet Großbritannien um Mitternacht aus der EU aus. Ohne Vertrag, ohne Anschlussregelung, in wechselseitiger Verbitterung.

Luxemburg - Euro-Konjunktur - Die EU-Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht neue Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung im vierten Quartal 2018, die weiteren Aufschluss über die konjunkturelle Situation erlauben dürften.

Peking - Handelskrieg und so - Neue Außenhandelszahlen aus China.

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