Einigung der 27 Staaten EU verschärft die Klimaschutzziele

Die 27 Umweltminister der EU-Staatengemeinschaft wollen mehr klimaschädliches CO2 einsparen als bisher geplant. Das bedeutet auch, dass ab 2035 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden sollen.
RWE-Kohlekraftwerk Niederaussem bei Bergheim in die Höhe: 55 Prozent weniger CO2 bis 2030 sind bislang das Ziel

RWE-Kohlekraftwerk Niederaussem bei Bergheim in die Höhe: 55 Prozent weniger CO2 bis 2030 sind bislang das Ziel

Foto: A3250 Oliver Berg/ dpa

Die Europäische Union will ihre Klimaschutz-Bemühungen verstärken. Die 27 Umweltminister der Staatengemeinschaft einigten sich den Angaben zufolge am späten Montagabend auf die Anhebung der Einspar-Ziele für Treibhaus-Emissionen im kommenden Jahr. Vorher müssten noch der Verhandlungen über etwa ein Dutzend Umweltschutz-Gesetze abgeschlossen werden, hieß es weiter. Dazu gehören das Verbot des Verkaufs von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 und eine Reform des Marktes für Emissionszertifikate.

Die neue Initiative gilt als Vorbereitung für die Weltklimakonferenz COP27 Anfang November in Ägypten. Sie soll andere Staaten dazu animieren, sich ebenfalls ehrgeizigere Sparziele zu setzen. Die EU ist der weltweit drittgrößte Emittent von Treibhausgasen nach den USA und China.

Bislang will die Staatengemeinschaft den Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zum Stand von 1990 reduzieren. EU-Vertreter hoffen auf eine Anhebung dieses Wertes, da einige der im Sommer 2021 entworfenen Vorhaben inzwischen nachgeschärft wurden. So soll unter anderem der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt werden, um die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas zu reduzieren.

Außerdem wollen die europäischen Umweltminister das umstrittene Thema von Entschädigungen für Naturkatastrophen, deren Ursache der Klimawandel ist, auf die Tagesordnung von COP27 setzen. Unklar blieb zunächst aber, zu welchen Ergebnissen diese Gespräche führen sollen. Entwicklungsländer drängen die EU und die USA seit Längerem, ihren Widerstand gegen Ausgleichszahlungen aufzugeben.

la/dpa
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