Montag, 1. Juni 2020

Drei Deutsche hüten das Geld für Corona-Hilfen Das sind die drei Kassenwarte Europas

Gesperrte französisch-deutsche Grenze an der Rheinbrücke in Straßburg: Europäischer Zusammenhalt gesucht
Frederick Florin / AFP
Gesperrte französisch-deutsche Grenze an der Rheinbrücke in Straßburg: Europäischer Zusammenhalt gesucht

Kaum beigelegt, steht der Streit um finanzielle Solidarität in Europa vor der nächsten Runde. An diesem Donnerstag berieten die Finanzminister erneut. Das Europaparlament forderte - auch mit Stimmen der Konservativen - die umstrittenen Corona-Bonds. Solche gemeinsamen Anleihen der Euro-Staaten werden auch auf einem Gipfel der Staats- und Regierungschefs in einer Woche abermals zur Diskussion stehen, wenn es um das bislang vertagte Thema Wiederaufbaufonds geht. Auf 1,5 Billionen Euro wird der Finanzbedarf zur Rettung der Union nun beziffert.

Nur ein Drittel so viel Geld umfasst das Rettungspaket, das vor einer Woche unter großer Mühe beschlossen wurde. Aber immerhin: Es wurde beschlossen. Und damit können bald nennenswerte Finanzströme in Gang gesetzt werden.

Einmal abgesehen von der Europäischen Zentralbank, die theoretisch unbegrenzte Mittel einsetzen kann, aber nur indirekt über die Finanzmärkte: Drei Institutionen sind ausgestattet, um hunderte Milliarden Euro über den Kontinent zu verteilen - alle drei derzeit geleitet von Deutschen. Hier sind die führenden Köpfe und das Ausmaß ihrer finanziellen Macht.

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