Europäische Union Merkel spricht mit Macron über Zukunft der EU

Zugewandt: Merkel und Macron sind sich mit Blick auf die EU nicht so nah, wie es scheint

Zugewandt: Merkel und Macron sind sich mit Blick auf die EU nicht so nah, wie es scheint

Foto: AFP

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will an diesem Donnerstag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über Details der umstrittenen EU-Reformpläne beraten. Beim Treffen im Kanzleramt in Berlin dürften beide nach Wegen suchen, wie trotz Bedenken in der Union vor allem gegenüber Macrons Reformplänen für die europäische Finanzarchitektur wie geplant bis zum EU-Gipfel Ende Juni substanzielle Reformfortschritte erzielt werden können.

Zwar stehen sowohl Frankreich als auch Deutschland etwa den Plänen für eine Bankenunion oder einen Umbau des Euro-Rettungsschirms ESM zu einem Europäischen Währungsfonds grundsätzlich positiv gegenüber. Unterschiedliche Ansätze gibt es aber in Umsetzungsfragen. Einigkeit könnte es schon eher bei Themen wie einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik und der Sicherung der EU-Außengrenzen geben.

Neben der EU-Reform dürften auch die Lage in Syrien und der Umgang mit den USA und Russland eine wesentliche Rolle bei dem Gespräch spielen. Kommende Woche sind beide zu Gast bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Während Macron von Trump am Montag zu einem dreitägigen USA-Besuch empfangen wird, wird Merkel am Freitag zu einem eintägigen Kurzbesuch in Washington erwartet. Merkel und Macron dürften versuchen, vor dem Besuch eine einheitliche Linie etwa im Handelsstreit mit den USA oder in der Syrien-Politik zu finden.

Vor den politischen Gesprächen am Nachmittag im Kanzleramt will Merkel Macron gegen Mittag (12.00 Uhr) die Baustelle des Huboldt Forums im Berliner Stadtschloss zeigen. Dort soll nach der für 2019 geplanten Eröffnung in einem internationalen Ideenaustausch nach neuen Erkenntnissen bei Themen wie Migration und Globalisierung gesucht werden.

la/dpa
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