Donnerstag, 25. April 2019

Produktion sinkt vor Brexit auf Tiefstand "Alarmstufe Rot" für britische Autoindustrie

Mini-Produktion in Oxford

Die Furcht vor dem Brexit hinterlässt in der britischen Autoindustrie immer tiefere Spuren. Die Produktion ging im vergangenen Jahr um mehr als 9 Prozent zurück und markierte damit das stärkste Minus seit der Rezession während der Bankenkrise 2008/2009. Für noch mehr Unruhe sorgt aber der Absturz der Investitionen.

Die Zahl der produzierten Fahrzeuge in Großbritannien ist im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent auf 1,52 Millionen Stück gefallen, teilte der Branchenverband SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders) mit.

Noch größere Sorgen bereitet dem SMMT-Chef Mike Hawes allerdings der Einbruch der Investitionen um 46,5 Prozent auf 588,6 Millionen britische Pfund (673,51 Millionen Euro) und die Furcht vor einem ungeordneten Austritt des Landes aus der EU.

"Die Branche befindet sich in Alarmstufe Rot", sagte Hawes. "Die Unsicherheit rund um den Brexit hat bereits enormen Schaden bei der Produktion, den Investitionen und den Arbeitsplätzen angerichtet." Dies sei aber nichts im Vergleich zu dem, was bei einem ungeordneten Brexit auf die Branche zukomme.

Der wichtige britische Autosektor verbucht bereits seit 2016 - dem Jahr des Brexit-Referendums - Rückgänge in allen Bereichen wie Absatz, Investitionen und und Produktivität. In Großbritannien arbeiten 850.000 Menschen in der Automobilindustrie.

rei/Reuters/dpa

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