Mittwoch, 1. April 2020

Griechenland ist pleite - IWF fordert Schuldenerlass Ohne Schuldenschnitt droht Transferunion in ihrer schlimmsten Form

IWF-Chefin Christine Lagarde

2. Teil: Der IWF muss seine Glaubwürdigkeit wieder herstellen - und zur Mathematik zurückkehren

Keiner der damals Beteiligten leugnet heute, dass es nicht darum ging, Griechenland zu retten. Es ging darum, die Eurozone vor dem Kollaps zu schützen. Nach dem Motto: wenn wir Griechenland pleite gehen lassen, merken die Kapitalmärkte, dass auch ein paar andere Länder nicht so solide sind. Natürlich wissen das die Kapitalmärkte, aber Dank des Versprechens der EZB "alles zu tun" um den Euro zu erhalten, machen sie sich keine so große Sorgen mehr. Die EZB wird schließlich immer bezahlen.

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Damit sind wir aber auch an einem Punkt, wo der IWF immer schlechter an einem politischen Spiel mitwirken kann, welches die Gesetzmäßigkeiten der Mathematik leugnet. Ganz Französin hätte Frau Lagarde vermutlich nur zu gerne einen Weg gefunden, auf der politischen Ebene zu bleiben. Doch dies wollten die Schwellenländer nicht mehr tolerieren und die eigenen Experten nicht mehr hinnehmen.

Sie fordern eine Rückkehr zum Primat der Mathematik, denn nur so kann der IWF seine Glaubwürdigkeit als Institution wieder herstellen. Wie sonst gewinnt der IWF die Akzeptanz für die sonst übliche Vorgehensweise der drastischen Sanierung von Ländern verbunden mit Schuldenschnitten?

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