Sanktionen der EU und der USA EU will Handel mit russischen Anleihen verbieten

Die EU prüft Sanktionen gegen "hunderte" Personen im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ostukraine. Zudem wird geprüft, den Handel mit russischen Anleihen zu verbieten. Das Projekt Nord Stream 2 ist vorerst gestoppt. Die USA kündigen weitere Sanktionen an.
Despoten unter sich: Wladimir Putin sucht derzeit die Nähe von Weißrusslands Diktator Lukaschenko

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SERGEI GAPON / AFP

Als Strafmaßnahme gegen Russland könnte die Europäische Union einem EU-Vertreter zufolge den Handel mit russischen Staatsanleihen verbieten. Zudem würden Sanktionen gegen Hunderte Personen diskutiert. Die EU-Botschafter seien einstimmig für Sanktionen, sagte zudem ein EU-Diplomat. Sie würden sich im Laufe des Tages erneut treffen, um Details zu erörtern.

Auch die USA werden nach eigenen Angaben noch am Dienstag weitere möglicherweise schwere Sanktionen gegen Russland ankündigen. Das US-Präsidialamt teilt mit, dies werde mit den Verbündeten und Partnern koordiniert.

Als Reaktion auf dass russische Vorgehen gegenüber der Ukraine stoppt die Bundesregierung vorerst das Pipeline-Projekt Nord Stream 2. Er habe das Bundeswirtschaftsministerium gebeten, die nötigen verwaltungsrechtlichen Schritte zu unternehmen, damit vorerst keine Zertifizierung der Gas-Pipeline erfolgen kann, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag in Berlin. "Und ohne diese Zertifizierung kann Nord Stream 2 ja nicht in Betrieb gehen." Scholz betonte, die am Montagabend erfolgten russischen Schritte in Bezug auf die Ostukraine hätten die Lage verändert. Die Situation müsse daher neu bewertet werden - "auch im Hinblick auf Nord Stream 2".