Donnerstag, 20. Juni 2019

HVB-Mutter Unicredit streicht Jobs und zieht Kapitalerhöhung durch

Rettungsmanöver: Die HypoVereinsbank-Mutter UniCredit streicht tausende Jobs und muss das Kapital erhöhen

Notfallmaßnahme: Italiens größte Bank Unicredit versucht mit einer Kapitalerhöhung, der Auslagerung von Krediten und einem Sparprogramm den Befreiungsschlag. Als wichtigster erster Schritt soll - wie erwartet - die Ausgabe neuer Aktien 13 Milliarden Euro erlösen, teilte die Mutter der HypoVereinsbank am Dienstag in Mailand mit.

Die Bank will zudem Kredite über fast 18 Milliarden Euro in ein abgesichertes Portfolio auslagern und so die Risiken für den Konzern senken. Zudem sollen die Kosten deutlich reduziert werden.

Zudem verschärft die Bank den geplanten Stellenabbau. Bis zum Jahr 2019 sollen weitere 6500 Jobs gestrichen werten, so dass der gesamte Stellenabbau dann bei 14.000 Stellen liegt. Das senke die Personalkosten um 1,1 Milliarden Euro. Bis 2019 will die Bank dann wieder hoch profitabel sein. In diesem Jahr kostet der Umbau und der Abbau von Risiken erst einmal eine Menge Geld. Im vierten Quartal werden Sonderkosten von rund 12 Milliarden Euro erwartet, so dass dieses Jahr mit einem hohen Verlust abgeschlossen werden wird.

Die von Bloomberg befragten Experten haben im Schnitt bisher einen Gewinn von etwas mehr als einer Milliarde Euro auf dem Zettel. Nach dem Konzernumbau will die Bank im Jahr 2019 wieder rentabel sein und 4,7 Milliarden Euro verdienen.

Wegen der vielen Probleme der Bank sank der Börsenwert der Unicredit um mehr als 50 Prozent auf zuletzt nur noch knapp 15 Milliarden Euro.

la/dpa/reuters

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