Dienstag, 25. Februar 2020

CDU bricht in Umfrage ein, Neuwahlen ungewiss Linke in Thüringen bei fast 40 Prozent

67 Prozent der befragten Menschen in Thüringen sind mit der Arbeit des ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) zufrieden. 39 Prozent der Thüringer würden Die Linke wieder wählen. Doch scheuen die Parteien in Thüringen Neuwahlen - auch die Linke.

Nach dem Debakel um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten hat die Linke laut einer Umfrage deutlich zugelegt. Die Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow kommt bei einer Blitzumfrage von Infratest dimap auf 39 Prozent, wie MDR Thüringen als Auftraggeber der Umfrage am Montagabend mitteilte.

Das sind acht Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl im Oktober. Mit SPD (10 Prozent) und Grünen (5 Prozent) käme das ehemalige rot-rot-grüne Regierungsbündnis demnach auf eine Mehrheit.

Großer Verlierer des Wahl-Eklats von Erfurt wäre bei einer Landtagswahl nun die CDU - sie stürzt den Angaben zufolge auf 13 Prozent ab. Bei der Wahl im Oktober erreichten die Konservativen im Freistaat noch 21,7 Prozent.

Die FDP von Kemmerich, die im Oktober nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde genommen hatte, würde mit vier Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Die AfD würde sich hingegen leicht von 23,4 auf 24 Prozent verbessern.

Drei Viertel der Befragten gehen indes davon aus, dass die Vorkommnisse rund um die Ministerpräsidentenwahl dem Ansehen Thüringens geschadet haben.

Neuwahlen in Thüringen sind indes so schnell nicht in Sicht. Zwar drängt die Große Koalition in Berlin auf Neuwahlen in Thüringen, doch im Bundesland selbst agieren die Parteien teils deutlich zurückhaltender. Der CDU-Landesverband will eine Auflösung des Landtages unbedingt vermeiden. Auch die Thüringer Linke, die nach jüngsten Umfragen deutlich zulegen würde, hält sich bislang eher zurück. Dafür gibt es einige Gründe

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