Montag, 24. Juni 2019

Riesen-Steuerentlastung durch Soli-Abschaffung geplant Altmaier macht Unternehmern den Mund wässrig

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bringt eine Riesen-Steuerentlastung für Unternehmen ins Spiel

2. Teil: Fachkräftemangel dämpft Konjunktur

Auch zum deutschen Wirtschaftswachstum äußerte sich Altmaier heute. Der Fachkräftemangel bremst laut Altmaier den Aufschwung in Deutschland. "Wir könnten ein erheblich höheres Wachstum haben", sagte Altmaier am Donnerstag bei der Vorstellung der Herbstprojektionen der Bundesregierung in Berlin.

Sie erwartet für 2018 und 2019 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von jeweils 1,8 Prozent - nach bislang 2,3 beziehungsweise 2,1 Prozent. Altmaier macht dafür Engpässe mitverantwortlich, etwa am Bau. Dadurch bleibe so manche Investition aus.

Risiken für den Aufschwung sieht der Minister vor allem von außen auf Deutschland zukommen. Das schwächere außenwirtschaftliche Umfeld führe dazu, das bei den deutschen Exporten nur relativ moderate Zuwächse zu erwarten seien. "Zu Unsicherheiten für die weitere Entwicklung führen die zunehmenden protektionistischen Tendenzen und die internationalen Handelskonflikte", sagte Altmaier. "Sie schaden allen Beteiligten."

Er hoffe, dass der Zollkonflikt zwischen den USA und der EU zügig beigelegt werde. "Wir müssen Zölle und Handelsbeschränkungen abbauen - und nicht erhöhen - davon profitieren beide Seiten."

Grund zur Schwarzmalerei sieht er aber nicht. Die deutsche Wirtschaft befinde sich weiter in einem kräftigen Aufschwung. Dieser gehe 2019 in sein zehntes Jahr. "Das ist die längste Aufschwungsphase seit 1966, die zweitlängste überhaupt."

2018 werde die Belebung von der Autoindustrie gedämpft, die mit der Umstellung auf das neue Abgasprüfverfahren WLTP kämpft und zeitweise die Produktion drosseln oder einstellen musste.

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