Sonntag, 21. April 2019

Gabriel-Pläne SPD prüft Aufbau eines parteinahen Wirtschaftsrats

Bundeswirtschaftsminister Gabriel: Der SPD-Mann will durch einen parteinahen Wirtschaftsrat das Profil der SPD in Wirtschaftsfragen wieder stärken

SPD-Parteichef Gabriel plant einen parteinahen Wirtschaftsrat als unmittelbaren Konkurrenten zum Wirtschaftsrat der CDU. Die Sozialdemokraten wollen damit eine Lücke schließen, die sie zuletzt Wählerstimmen gekostet hatte.

Hamburg - Die SPD führt Gespräche zum Aufbau eines parteinahen "Wirtschaftsrats". Nach Informationen des manager magazins (Erscheinungstermin: 19. September) hat Parteichef Sigmar Gabriel dazu eine kleine Gruppe Vertrauter mit der Konzeption beauftragt, darunter auch den Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Generalsekretär Hubertus Heil.

Der Rat soll das Profil der SPD mit mehr Wirtschaftskompetenz aufladen und im Idealfall für bessere Wahlergebnisse sorgen. Parteiinterne Analysen hatten ergeben, dass die Wähler der Partei nur wenig ökonomische Sachkenntnis zutrauen - und deswegen die Stimme verweigern.

Erste Überlegungen beinhalten, das Forum als Konkurrenten zum parteinahen "Wirtschaftsrat der CDU e.V." zu positionieren. Dort können nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Firmen Mitglied werden. Die zahlen dafür beispielsweise ab einem Eigenkapital von 50 Millionen Euro 18.000 Euro Jahresbeitrag.

Bereits 2010 hatten Gabriel und Heil einen "SPD-Wirtschaftsrat" gegründet, ihn aber nur mit gut drei Dutzend Einzelpersonen besetzt. Das Gremium hat sich inzwischen faktisch aufgelöst.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Oktober-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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