Donnerstag, 17. Oktober 2019

Forsa-Umfrage Schwarz-Gelb kann auf Wiederwahl hoffen

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: Aktuell Rückschlag in den Meinungsumfragen erlitten

Kanzlerin Merkel kann nach aktuellen Umfragen auf ihre Wiederwahl spekulieren: Nach einer Umfrage des Analysehauses Forsa käme Schwarz-Gelb aktuell auf eine knappe Mehrheit, wenn heute die Bundestagswahl wäre. Die SPD fällt auf ihr Jahrestief von 22 Prozent.

Hamburg - Drei Monate vor der Bundestagswahl verliert die SPD in einer Umfrage weiter an Zustimmung. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden nur noch 22 Prozent ihre Stimme den Sozialdemokraten geben, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für den Sender RTL und das Magazin "Stern" hervorgeht. Dies sei ein Rückgang um zwei Punkte. Zugleich falle die SPD das zweite Mal in diesem Jahr auf ihr Jahrestief. Und Schwarz-Gelb kann zugleich auf die Wiederwahl spekulieren.

Die Union kommt demnach erneut auf 40 Prozent. Die FDP kann sich um einen Punkt auf 6 Prozent steigern. Die Grünen gewinnen zwei Punkte und klettern auf 15 Prozent. Die Linke sinkt um einen Punkt auf 8 Prozent. Sonstigen Parteien erhielten neun Prozent der Stimmen. Unter ihnen befinden sich die Piraten und die Alternative für Deutschland mit je 2 Prozent.

Dabei wurden die Umfragedaten bereits in der vergangenen Woche erhoben, so dass der am Wochenende eskalierte Konflikt zwischen Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel noch nicht einmal berücksichtigt ist

Die Schwäche der SPD spiegelt sich dagegen auch in der Frage wider, wen die Deutschen gerne als Bundeskanzler hätten. Könnten sie ihren Regierungschef direkt wählen, würden nach dem "Stern"-RTL-Wahltrend 58 Prozent für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmen, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Nur 18 Prozent ziehen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück vor (minus zwei). Für die Antwortmöglichkeit "keinen von beiden" entschieden sich 24 Prozent. "Die Menschen haben den Eindruck, dass der Kanzlerkandidat und seine Partei keine Einheit bilden", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem "Stern".

Es zeichne sich ab, dass die SPD am Wahlabend einen schweren Stand haben werde. Auch Steinbrücks Kompetenzteam aus Personen, die der Bevölkerung völlig unbekannt seien, hätte das Vertrauen in die Fähigkeiten der SPD nicht verbessert. Forsa befragte zwischen dem 10. und 14. Juni 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

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