Siemens Energy Gasturbine für Nord Stream 1 steht weiter in Deutschland

Die Turbine sollte die Lieferkapazität für die Gaspipeline Nord Stream 1 erhöhen. Sie ist einsatzbereit, steht aber noch in Mühlheim – wann und ob sie Russland erreichen wird, ist nach wie vor unklar.
Kommt nicht vom Fleck: Im Streit um die Gasturbine für die Pipeline Nord Stream 1 setzte Kanzler Olaf Scholz Anfang August Kanzler ein Zeichen und widersprach vor Ort in Mühlheim der russischen Darstellung - die dringend benötigte Turbine steht immer noch in Mühlheim an der Ruhr

Kommt nicht vom Fleck: Im Streit um die Gasturbine für die Pipeline Nord Stream 1 setzte Kanzler Olaf Scholz Anfang August Kanzler ein Zeichen und widersprach vor Ort in Mühlheim der russischen Darstellung - die dringend benötigte Turbine steht immer noch in Mühlheim an der Ruhr

Foto: Bernd Thissen / dpa

Die Turbine für die russische Gaspipeline Nord Stream 1 steht laut Siemens Energy weiter versiegelt und einsatzbereit in Mülheim an der Ruhr. Es sei aber keine Bewegung in Sicht, sagte ein Sprecher des Unternehmens in München. Russland hake bei Dokumenten weiter mit nicht nachvollziehbaren Begründungen nach. Die Turbine soll den Angaben nach per Lkw transportiert werden - die aktuellen Probleme der Binnenschifffahrt mit niedrigen Wasserständen spielten also auch keine Rolle.

Der russische Energiekonzern Gazprom hat seine Gaslieferungen über Nord Stream 1 seit Juni heruntergefahren und dies mit der fehlenden Turbine begründet, die mit anderen zusammen den Druck zum Durchpumpen des Gases erzeugt. Die Turbine war in Kanada gewartet worden, steht aber seit Mitte Juli in Deutschland. Gazprom bemängelt fehlende Informationen zur Reparatur, Siemens Energy weist die Vorwürfe zurück.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte vor zwei Wochen bei einem Besuch in Mülheim gesagt, Russland nutze Vorwände für vertragswidrige Drosselung der Gaslieferungen. Die Turbine sei jederzeit einsetzbar und könne geliefert werden: "Es ist offensichtlich, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts dem Weitertransport dieser Turbine und ihrem Einbau in Russland entgegensteht."

rei/dpa-afx
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