Montag, 17. Juni 2019

Nach Cathy-Hummels-Urteil Regierung will Rechtssicherheit für Influencer schaffen

Influencerin Cathy Hummels wurde wegen einer ihrer Instagram-Beiträge verklagt - das Gericht wies die Klage ab

Personen, die als Influencer in sozialen Netzwerken via Videos und Fotos Werbung für Unternehmen machen, sollen mehr Rechtssicherheit bekommen. Die Frage, wann eine solche Veröffentlichung zum Beispiel bei Instagram als Werbung zu kennzeichnen ist, soll mithilfe eines Gesetzes eindeutiger als bisher beantwortet werden, sagte der Staatssekretär im Justizministerium, Gerd Billen, im ZDF.

"Dass Beiträge, die bezahlt werden, als Werbung gekennzeichnet werden müssen, ist eine Selbstverständlichkeit und muss auch in Zukunft erfolgen", erläuterte Billen. "Aber wenn Dinge gepostet werden, für die es keine Gegenleistung gibt, können wir Rechtssicherheit schaffen, indem nicht alles und jedes schon aus Angst vor einer Abmahnung als Werbung gekennzeichnet wird."

Das Justizministerium reagiert damit auf ein Urteil, das Ende April Aufsehen erregt hatte: Die Influencerin Cathy Hummels musste sich für einen ihrer Instagram-Beiträge vor Gericht verantworten.

Das Landgericht München wies die Zivilklage eines Berliner Verbands ab. Informierte Internetnutzer wüssten, dass Hummels mit ihrem Instagram-Profil kommerzielle Interessen verfolge. Insofern handele es sich auch nicht um unlautere Werbung. Influencer sind für viele Jugendliche Idole und setzen in den sozialen Medien durch ihre große Reichweite Trends.

mg/dpa-afx

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