Hohe Energiepreise Inflationsrate im Januar nur leicht gesunken

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Januar wieder unter die Marke von 5 Prozent gefallen. Ökonomen hatten allerdings einen stärkeren Rückgang erwartet.
Teure Energie: Für Sprit und Haushaltsenergie mussten Verbraucher im Januar im Schnitt 20 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor

Teure Energie: Für Sprit und Haushaltsenergie mussten Verbraucher im Januar im Schnitt 20 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor

Foto: Arnulf Hettrich / imago images/Arnulf Hettrich

Die Verbraucherpreise sind zu Jahresbeginn nicht mehr ganz so rasant gestiegen wie zuletzt. Die Preise für Waren und Dienstleistungen lagen im Januar 4,9 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Angetrieben von den stark steigenden Energiepreisen hatte die Inflation im Dezember noch bei 5,3 Prozent gelegen – der höchste Wert seit 1992.

Auch wenn es nach sechs Monaten mit anziehender Teuerung nach der Jahreswende nun etwas bergab ging, blieb der Rückgang hinter den Erwartungen zurück. Ökonomen hatten für Januar mit einer Inflationsrate von 4,3 Prozent gerechnet.

Angeheizt wurde die Teuerung in Europas größter Volkswirtschaft erneut vor allem von gestiegenen Energiepreisen. Verbraucher mussten im Schnitt im Januar 20,5 Prozent mehr für Haushaltsenergie und Sprit zahlen als ein Jahr zuvor.

Für etwas Entspannung an der Preisfront sorgte dagegen ein sogenannter Basiseffekt: Die Preise wurden jetzt nicht mehr mit jenen aus dem zweiten Halbjahr 2020 verglichen, als die Mehrwertsteuer wegen der Corona-Krise zeitweise von 19 auf 16 Prozent gesenkt wurde.

Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro dann weniger kaufen können als zuvor. Auch an mickrig verzinsten Ersparnissen nagt eine höhere Teuerung.

mg/Reuters, dpa-afx