Dienstag, 23. Juli 2019

IG Metall-Kundgebung in Berlin Zehntausende bei Demo für fairen Wirtschaftsumbau

Protestzug der IG Metall-Jugend für einen sozialverträglichen Umbau der Industrie am Sonnabend in Berlin

Zehntausende Menschen haben bei einer Kundgebung der IG Metall in Berlin für Fairness beim Umbau der Wirtschaft demonstriert. Sie forderten am Samstag am Brandenburger Tor, dass Themen wie Energie- und Verkehrswende sowie die Digitalisierung angegangen und dabei aber Arbeitsplätze gesichert werden. Eine Gewerkschaftssprecherin sprach am Nachmittag von mehr als 50 000 Teilnehmern aus ganz Deutschland, die Polizei von mehreren Zehntausend.

Die Digitalisierung und der Klimawandel seien große Herausforderungen für die Firmen und die Zukunft der Arbeitsplätze, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann. Jeder zweite Arbeitgeber habe jedoch "heute keine Idee, wie er seinen Betrieb auf die Zukunft vorbereitet". Die IG Metall fordert von den Arbeitgebern "Qualifizieren statt Entlassen".

Auch Sozial- und Umweltverbände wie der Naturschutzbund Deutschland, VdK und der Evangelische Bundesverband Diakonie Deutschland beteiligten sich an der Demonstration. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie etwa sagte, die Digitalisierung dürfe nicht zu einem Arbeitsplatzabbau führen. Wenn Menschen "auf der Strecke bleiben", drohe eine Spaltung der Gesellschaft.

Auch Popmusiker wie Clueso und Joris unterstützen die Forderungen der Gewerkschaft. Die Rockband Silly spielte auf der Bühne. Im Internet schrieb sie: "Veränderung kann eine große Chance sein - wenn wir sie mitgestalten."

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