mm-Grafik So viel Geld zieht der deutsche Fiskus aus der Erbschaftsteuer

Am Mittwoch urteilt das Bundesverfassungsgericht, ob das Gesetz zur Erbschaftsteuer mit dem Grundgesetzt vereinbar ist. Bislang genießen Erben von Unternehmen teils erhebliche Vorteile - der Staat hofft nun auf Mehreinnahmen. Wie viel er bislang von Erben einstreicht, zeigt die Grafik.

Hamburg - Jedes Jahr werden in Deutschland Milliarden an Unternehmensvermögen zwischen den Generationen übertragen - oft weitgehend steuerfrei. Begründet wird dies zumeist mit dem ohnehin bestehenden volkswirtschaftlichen Nutzen: Unternehmen schaffen und erhalten Arbeitsplätze und investieren - wenn Erben nun hohe Steuern zahlen müssten, könnte das bei solchen Ausgaben zu Abstrichen führen.

Was pragmatisch klingt, ist juristisch problematisch: Warum, so stellt sich die Frage, gelten für Unternehmenserben andere Regeln als für Erben großer Barvermögen? Dies könnte dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes widersprechen.

Die Grafik von Statista  zeigt, wie viel Deutschland derzeit bei Erbschaften mitverdient: Laut einer Studie der Postbank wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 254 Milliarden Euro vererbt, dabei kamen lediglich 4,6 Milliarden Euro zusammen. Das sind nicht einmal 2 Prozent der vererbten Summe.

In den vergangenen zehn Jahren pendelte der Wert um die 4-Milliarden-Marke. Insgesamt macht die Steuer jedoch nur einen geringen Anteil des deutschen Staatshaushalts aus: Laut Statistischem Bundesamt gab es 2013 insgesamt Steuereinnahmen von 619 Milliarden Euro.

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