Gewerkschaft der Lokführer Neuer Bahnstreik beginnt Samstag

Die Lokführergewerkschaft GDL ruft erneut zum Streik gegen die Deutsche Bahn auf. Schon am Samstag drohen Ausfälle im Güterverkehr, ab Montag auch im Personenverkehr.
Erneute Ausfälle: Passagiere vor Anzeigetafel am Kölner Hauptbahnhof während der ersten Phase des Lokführerstreiks am 12. August

Erneute Ausfälle: Passagiere vor Anzeigetafel am Kölner Hauptbahnhof während der ersten Phase des Lokführerstreiks am 12. August

Foto: Henning Kaiser / dpa

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL einen weiteren Arbeitskampf angekündigt. Es werde ab Samstag, 17 Uhr bis Mittwoch, 2 Uhr gestreikt, kündigte GDL-Chef Claus Weselsky (62) am Freitag an. Beginnen werde der Ausstand im Güterverkehr, ab Montag um 2 Uhr werde auch der Personenverkehr bestreikt. "Wir haben erneut Rücksicht auf das vor uns liegende Reisewochenende genommen", sagte Weselsky. "Das werden wir in Zukunft nicht mehr gewährleisten können." Enden soll der Ausstand am Mittwoch um 2 Uhr.

Bereits in der vergangen Woche hatten die Lokführer weite Teile des Fern- und Nahverkehrs über Tage lahmgelegt. GDL-Chef Weselsky hatte danach mit weiteren Arbeitsniederlegungen gedroht, sollte die Bahn kein verbessertes Angebot vorlegen. Bisher hat dies der Konzern nicht getan. Die Bahn hat der GDL zuletzt Lohnerhöhungen in zwei Schritten angeboten: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zum 1. März 2023, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2024. Der GDL reicht dies nicht. Sie fordert unter anderem frühere Lohnerhöhungen, eine kürzere Laufzeit und einen Corona-Bonus von 600 Euro.

Die Bahn hatte am Donnerstag signalisierte, dass es vorerst keine neue Offerte geben werde. Aber man sei zu Kompromissen bereit und in der Lage, am Verhandlungstisch Lösungen zu finden, hieß es beim Staatskonzern. Deshalb sei ein weiterer Streik überflüssig und unnötig.

ak/DPA, Reuters
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