Zerstörungen in Hamburg Merkel und Scholz versprechen Krawall-Opfern Entschädigung

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz steht nach den Krawallen in der Kritik

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz steht nach den Krawallen in der Kritik

Foto: Kay Nietfeld/ dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz haben den Krawall-Opfern am Rande des G20-Gipfels in Hamburg schnelle Hilfe zugesagt. Nachdem Hamburg die Schäden aufgelistet habe, könnten bereits am Sonntag oder Montag Gespräche mit dem Bund aufgenommen werden, sagte Merkel nach einem Gespräch mit Scholz mit Einsatz- und Sicherheitskräften nach Ende des G20-Gipfels. Merkel lobte zudem die "exzellente Arbeit der Polizei". Unterdessen wurde Scholz von der Hamburger CDU-Opposition massiv kritisiert: Scholz habe die Situation schon vor dem Gipfel falsch eingeschätzt.

"Wir haben bei Flutereignissen zwischen Bund und Ländern bewiesen, dass wir schnell handeln können", sagte sie. "Ein solcher Gipfel findet in Deutschland alle 20 Jahre einmal statt. Insofern werden wir da in der bewährten Praxis anderer Ereignisse Wege finden", betonte Merkel. Sie habe bereits mit Finanzminister Wolfgang Schäuble gesprochen.

Scholz fordert harte Bestrafung der Täter

Der SPD-Politiker Scholz sagte, er sei sehr froh, dass dies bereits am Freitag mit dem Bund besprochen worden sei. "Wir werden diejenigen, die jetzt Schaden genommen haben ..., so stellen, dass sie nicht für diesen Schaden aufkommen müssen", sagte er.

Zudem forderte Scholz eine harte Bestrafung der Täter bei den Krawallen. "Meine Hoffnung ist, dass eine der Konsequenzen sein wird, dass die Gewalttäter, die wir gefasst haben - und das sind gar nicht so wenige -, mit sehr hohen Strafen rechnen müssen." Das sei eine der notwendigen Konsequenzen, die aus diesem Ereignis gezogen werden müsse.

la/dpa
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