Montag, 20. Mai 2019

Gewerkschaften Chefs sollten zur Fußball-WM flexibel sein

Fifa-Weltpokal und Spielball "Brazuca": Alle Räder stehen still, wenn Deutschland Fußball schauen will

Weil viele WM-Spiele erst um 22 Uhr oder später beginnen, sollen Angestellte am Morgen danach länger schlafen dürfen. Zumindest, wenn es nach den Gewerkschaften geht. Arbeitgeber zeigen bedingt Verständnis.

Berlin - Führende Gewerkschaftsvertreter fordern für die Angestellten in Deutschland einen späteren Beginn der Frühschichten während der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. "Ich finde, dass Arbeitgeber und Betriebsräte besprechen sollten, die Arbeitszeiten wenn möglich so zu gestalten, dass die Beschäftigten die WM-Spiele schauen können", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, der "Bild". "Hier geht mehr als ein schnödes 'Geht nicht'."

Auch der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger sagte der Zeitung, bei Deutschland-Spielen nach 22 Uhr hiesiger Zeit solle die Arbeit "da, wo es geht", etwas später beginnen. "Von den Chefs wäre es ein feiner Zug, wenn sie sich bei der WM flexibel zeigen." Wegen der Zeitverschiebung beginnen viele WM-Spiele erst um 22 oder 24 Uhr.

Die Vorsitzende der Jungen Unternehmer, Lencke Wischhusen, sagte der Zeitung, in Firmen, in denen dies möglich sei, soll der Schichtbeginn verschoben werden.

Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, wird mit den Worten zitiert: "Wir Chefs können unseren Mitarbeitern bei Deutschland-Spielen schon entgegenkommen."

ts/afp

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