Sonntag, 13. Oktober 2019

Preisfragen am Stadionkiosk Das teuerste Bier der Bundesliga - und die günstigste Wurst

Bundesliga-Stadien: Wo Bier und Wurst am teuersten sind
DPA

Der SC Paderborn 07 verkauft das teuerste Bier in der Bundesliga, in der 2. Bundesliga ist Eintracht Braunschweig preislich spitze. Ein Blick auf die Preistafeln in den Stadionkiosken der 36 Clubs.

Es war kurz vor Weihnachten, als das Aus für das älteste Sponsoring der Bundesliga verkündet wurde: Nach 75 Jahren wird sich der Hamburger SV im Sommer von Holsten trennen. Zuletzt soll die zur Carlsberg Group gehörende Holsten-Brauerei 900.000 Euro pro Jahr an den HSV überwiesen haben. Für den klammen Nordclub zu wenig, er machte vom Sonderkündigungsrecht zum 30. Juni 2015 Gebrauch. Carlsberg hatte daraufhin sein Angebot nach eigenen Angaben "noch einmal erheblich um bis zu 70 Prozent für einen Fünfjahreszeitraum ab dem 1. Juli 2015" erhöht, wie Frank Maßen, CEO der Carlsberg-Gruppe Deutschland, nach den gescheiterten Verhandlungen mitteilte.

Das reichte nicht: Die Bitburger-Brauerei machte mit ihrer Marke König Pilsener das Rennen und soll 15 Millionen Euro für den Achtjahresvertrag bis Ende der Saison 2022/23 bezahlen. Damit scheint sich Geschichte zu wiederholen.

Als SPONSORS zuletzt vor einem Jahr die Preise für Bier und Bratwurst in den Stadien der 36 Erst- und Zweitligisten analysierte, lieferte Bitburger ebenfalls eine Vorlage für den Artikel. Damals hatte die Brauerei aus Rheinland-Pfalz zum Saisonbeginn 2013/14 nach zwanzig Jahren die Kirner Privatbrauerei beim 1. FSV Mainz 05 verdrängt. Seitdem arbeiten fünf der 18 Bundesligisten mit Bitburger zusammen. Mit dem HSV werden es zur Saison 2015/16 sogar sechs Vereine sein - vorausgesetzt es gibt keine weiteren Wechsel.

Die Großbrauerei aus der Eifel baut ihre Marktführerschaft in den beiden höchsten deutschen Fußballklassen weiter aus, wie die aktuelle SPONSORS-Analyse zur Spielzeit 2014/15 belegt. Hinter Bitburger folgen mit je drei Club-Mandaten der langjährige Wettbewerber Warsteiner sowie erstmals die Badische Staatsbrauerei Rothaus. Der Schwarzwälder Bierproduzent hat zu Saisonbeginn beim VfR Aalen die bisherigen Bierpartner Paulaner und Fürstenberg abgelöst und sich somit nach dem SC Freiburg und dem Karlsruher SC den dritten Verein aus dem Süden geangelt (siehe Grafik links).

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Heft März 2019

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Dass der historische Wechsel beim Hamburger SV von Holsten zu Bitburger respektive dessen Marke König Pilsener zugleich eine Preiserhöhung herbeiführen wird, ist nicht zu erwarten. Schon jetzt schenken die Hanseaten in der Imtech Arena das drittteuerste Bier aus - wenngleich der Preis für ein Bier (0,5 Liter) mit 4,20 Euro in den vergangenen Jahren konstant war. Hochgerechnet auf den Literpreis von 8,40 Euro ist es in Hamburg genauso teuer wie bei Eintracht Frankfurt, dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart.

Etwas überraschend neuer Spitzenreiter im Bier-Ranking der Bundesliga ist Liga- Neuling SC Paderborn 07. Mit dem Aufstieg haben die Ostwestfalen den Bierpreis um gleich 17 Prozent nach oben geschraubt und kassieren seit Sommer 2014 8,75 Euro pro Liter. Nur ein weiterer Club erreicht dieses Preisniveau: Eintracht Braunschweig. Als die Niedersachsen im Sommer 2013 in die Bundesliga aufstiegen, erhöhten sie den Preis für einen Becher Wolters ebenfalls um 17 Prozent und behielten diesen trotz direkten Wiederabstiegs in die 2. Bundesliga.

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