Dienstag, 19. November 2019

Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts In diesen Städten drohen die ersten Fahrverbote

8. Teil: Frankfurt: Lieber nur die blaue Plakette

Verkehr im Frankfurter Bahnhofsviertel
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Verkehr im Frankfurter Bahnhofsviertel

Frankfurt am Main steht beispielhaft für viele Städte, die auf eine blaue Plakette hoffen, um kostengünstig die bestehende Umweltzone etwas sauberer zu machen - die inzwischen das gesamte Stadtgebiet umfasst. Darüber hinaus gehende Verbote will die schwarz-rot-grüne Ratsmehrheit nicht, die grüne Umweltdezernentin Rosemarie Heilig sprach sich gleich nach dem Urteil explizit dagegen aus und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kämpft gerade um seine Wiederwahl.

Markant ist die Finanzmetropole wegen ihres außergewöhnlich hohen Anteils an Dieselwagen an den zugelassenen Autos - was auch an den hier ansässigen Firmenflotten liegen mag. Vor Klagen der Umwelthilfe schützt das jedoch nicht. Das hessische Landesumweltamt nennt Frankfurt als eine der fünf vom Leipziger Urteil betroffenen Städte im Land (neben Wiesbaden, Darmstadt, Gießen und Limburg).

NO2-Belastung 2017: 47 Mikrogramm pro Kubikmeter (2016: 52 Mikrogramm; Grenzwert: 40 Mikrogramm)

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