Fahrverbote auf zwei Straßen ab Ende Mai Hamburg führt Fahrverbote für Diesel-Autos ein

Fahrverbotsschilder in Hamburg: Die Beschränkungen gelten für alle Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro-6 (Pkw) beziehungsweise VI (Lkw) erfüllen

Fahrverbotsschilder in Hamburg: Die Beschränkungen gelten für alle Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro-6 (Pkw) beziehungsweise VI (Lkw) erfüllen

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Hamburg macht ernst im Kampf gegen schlechte Luft: Als bundesweit erste Großstadt führen die Hanseaten ab Donnerstag kommender Woche Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge ein. Die vom Senat im Juni 2017 beschlossenen Durchfahrtsbeschränkungen für zwei Straßenabschnitte könnten ab 31. Mai in Kraft treten, teilte die Stadt Hamburg am Mittwoch mit. Das habe die Prüfung der Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts ergeben.

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Betroffen sind alle Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro-6 (Pkw) beziehungsweise VI (Lkw) erfüllen. Die Durchfahrtsbeschränkungen gelten für zwei Straßenabschnitte im Stadtteil Altona-Nord. Seit der vergangenen Woche waren bereits Umleitungs- und Verbotsschilder an den betroffenen Abschnitten angebracht worden. Nach einer Übergangszeit soll die Polizei mit Kontrollen beginnen.

Der Termin für das Inkrafttreten des Verbots hatte sich verzögert. Zunächst mussten die schriftlichen Begründungen des Bundesverwaltungsgerichts zu dessen Grundsatzurteilen vom Februar von den Hamburger Behörden ausgewertet werden. Das Gericht hatte darin Fahrverbote grundsätzlich für zulässig erachtet, um die Belastung der Luft mit Stickoxiden zu verringern.

Laut dem Hamburger Luftreinhalteplan soll nun ein 580 Meter langer Teil der Max-Brauer-Allee für Dieselfahrzeuge gesperrt werden, die nicht die moderne Abgasnorm Euro-6 erfüllen. Das Gericht erklärt in seiner Urteilsbegründung, dass eine solche Beschränkung für einen Streckenabschnitt durchaus verhältnismäßig ist.

Dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zufolge waren in Hamburg zum Jahresanfang insgesamt 264.406 Diesel-Pkw zugelassen. Davon erfüllten 96.356 Wagen die sauberste Euro-6-Norm, 80.803 die Euro-5-Norm, die anderen Euro-4 und schlechter. Betroffen von dem Fahrverbot in der Max-Brauer-Allee sind somit gut 168.000 Hamburger Pkw sowie alle anderen Diesel aus Deutschland und dem Ausland, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen und nach Hamburg einfahren.


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Ebenfalls unter ein Fahrverbot fällt ein rund 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Stresemannstraße. Dieser soll aber nur für ältere Diesel-Lkw gesperrt werden, nicht für Pkw. Ausgenommen sind zudem Rettungsfahrzeuge, Anwohner und deren Besucher, Müllwagen, Lieferfahrzeuge und Taxis, sofern sie Passagiere aufnehmen oder absetzen.

mg/dpa-afx/rtr
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