Freitag, 18. Oktober 2019

Dirty Diesel So wollen Großstädte Diesel-Fahrverbote abwenden

4. Teil: München: Millionen für die Elektromobilitäts-Förderung

Stau auf Münchens Mittlerem Ring: Die Stadt pumpt Millionen in die Förderung der Elektromobilität

In der Stadt an der Isar gilt die vielbefahrene Landshuter Allee nach wie vor als Problemzone. Das Umweltreferat wies allerdings vor Kurzem darauf hin, dass die Stickoxid-Grenzwerte im Stundenmittel auch an der Landshuter Allee eingehalten wurden. Bloß der Jahresmittel-Grenzwert wurde teils überschritten. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat im Juni 2017 schon mal laut über ein flächendeckendes Diesel-Verbot nachgedacht.

Die Stickoxid-Belastung senken wollen die Stadtväter unter anderem mithilfe von Elektroautos. Bis 2020 investiert München aus eigenen Mitteln 60 Millionen Euro in die Förderung der Elektromobilität. Das sei das deutschlandweit größte kommunale Förderprogramm in diesem Bereich, erklärte das Umweltreferat der Stadt vor kurzem. Die Stadtwerke hätten bereits 150 Ladesäulen errichtet, auch bei Unternehmen werden Ladesäulen gefördert.

Zudem kauft die Stadt E-Autos für ihren Fuhrpark und will 2020 die erste Elektrobus-Linie starten. Bis Juli 2018 erstellt die Stadt einen "Masterplan" zur Luftreinhaltung. Im November 2017 hatte die Bundesregierung auf dem "Diesel-Gipfel" einen Fonds dafür zugesagt, der auf eine Milliarde Euro dotiert ist.

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung