Freitag, 20. September 2019

Politik gegen Mittelschicht und Bedürftige Wie die Große Koalition den Abstieg Deutschlands fördert

Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos

7. Teil: Enteignung von Immobilien und Unternehmen

Kommen wir zum Abschluss noch zur neuesten Idee von SPD und Linken, der Enteignung von Immobilienbesitzern und Unternehmen. Auch hier sind es die Besitzenden und "Reichen", die davon profitieren:

  • Niemand, der vernünftig ist, wird angesichts der Enteignungsdiskussion in Deutschland in neuen Wohnraum investieren. In der Folge wächst das Angebot bei weiter steigender Nachfrage noch langsamer. Damit steigen die Mieten schneller und es gibt eine bessere Verzinsung bestehender Immobilieninvestments. Die absehbaren weiteren Eingriffe der Politik (Verschärfung Mietpreisbremse et cetera) werden sich wieder umgehen lassen und zusätzlich die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage verschärfen. Damit wachsen die Mieten noch schneller.
  • Alle Vermögenden und auch die Familienunternehmen wurden aus ihrer Illusion, dass es in Deutschland auf Dauer so gut weitergeht, erweckt. Jetzt wissen sie, dass es in dem Land angesichts der demografischen Entwicklung nur eine Richtung geben wird: hin zu mehr Regulierung, mehr Umverteilung, weniger Investitionen und damit immer klarer in Richtung DDR 2.0 (wie hier erklärt).

Gewinner:

  • Vermieter (länger höhere Mieten),
  • die Vermögenden (Weckruf, können noch rechtzeitig ihr Geld in Sicherheit bringen).

Verlierer: alle jene, die nicht die Möglichkeit haben, auszuwandern (Wohlstandsverlust, weniger Wachstum, kleinerer Umverteilungskuchen).

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