Montag, 30. März 2020

Coronavirus und die Folgen Rezession laut WTO schlimmer als in der Finanzkrise 2008

WTO-Zentrale in Genf: Die Rezession wegen der Corona-Krise wird wohl drastischer ausfallen als während der Finanzkrise 2008

Euro-Gruppenchef Centeno geht davon aus, dass die Staats- und Regierungschefs den Rettungsschirm ESM am Donnerstag beschließen werden. Polen verlängert seine Grenzschließung bis 13. April. Der deutsche Handelsverband fürchtet eine Pleitewelle im Einzelhandel. Der Autozulieferer Prevent will Deutschland mit Schutzkleidung beliefern. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen zur Corona-Krise im Newsblog.

  • Die WTO geht davon aus, dass die Rezession durch die Corona-Krise größer ausfallen wird als während der Finanzkrise im Jahr 2008
  • Euro-Gruppen-Chef Mario Centeno erwartet binnen weniger Tage eine Vereinbarung der EU-Staaten zur Nutzung des Euro-Rettungsschirms ESM in der Corona-Krise.
  • Die Rezessionsangst in den deutschen Chefetagen ist laut Ifo-Institut stärker als gedacht. Der Geschäftsklimaindex ist im März so stark eingebrochen wie noch nie zuvor.
  • Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 4191 auf 31.554 gestiegen. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen.
  • RKI-Chef Lothar Wieler geht davon aus, dass die Corona-Epidemie noch Wochen andauern könne in Deutschland und damit auch die bestehenden Einschränkungen. Er sei aber optimistisch, dass die Maßnahmen greifen.
  • Der Handelsverband HDE fürchtet eine Pleitewelle im Einzelhandel.
  • Die US-Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit den Senatoren auf ein Hilfspaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie geeinigt.

20 Uhr - Der wirtschaftliche Abschwung und die Arbeitslosigkeit infolge der Coronavirus-Pandemie werden nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) voraussichtlich drastischer ausfallen als bei der internationalen Finanzkrise 2008. Das zeigten jüngste Projektionen, sagt WTO-Generalsekretär Roberto Azevedo in einer auf der Internetseite der WTO veröffentlichten Video-Botschaft. Konkrete Vorhersagen seien erst in einigen Wochen verfügbar, doch WTO-Experten rechneten bereits mit "einem sehr kräftigen Rückgang des Handels".

19.00 Uhr - Der Motorenbauer Deutz Börsen-Chart zeigen setzt angesichts der Corona-Pandemie seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aus. Zudem fährt das im SDax Börsen-Chart zeigen notierte Unternehmen ab dem 1. April große Teile seiner Produktion in Europa (Köln, Ulm, Herschbach, Zafra) bis zunächst einschließlich 17. April herunter. Darüber hinaus werde Deutz in Absprache mit den Arbeitnehmervertretern Kurzarbeit beantragen. Zur Sicherung der Liquidität im Hinblick auf mögliche durch die Corona-Pandemie bedingte Stressszenarien habe Deutz vorsorglich Maßnahmen eingeleitet.

18.30 Uhr - In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus über mehrere Tage leicht gesunken. Zugleich blieb die Zahl der Toten infolge der Pandemie mit 683 innerhalb eines Tages weiter hoch. Wie der Zivilschutz in Rom am Mittwoch mitteilte, verzeichneten die Behörden bei den aktuell Infizierten rund 3500 Fälle mehr als am Dienstag. Auch an den drei vorausgegangenen Tagen war das Plus an registrierten Neuinfektionen jeweils leicht gefallen. Mehrere Experten mahnten, dass man erst nach einer Woche oder mehr von einer wirklichen Trendumkehr bei den Infektionen ausgehen könne.

17.30 Uhr - Die häusliche Corona-Quarantäne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird noch mindestens bis Anfang nächster Woche dauern. Auch beim zweiten Test auf das neuartige Coronavirus sei bei Merkel keine Infektion festgestellt worden, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Auch der zweite Corona-Test war negativ
Clemens Bilan / Pool / Getty Images
Bundeskanzlerin Angela Merkel: Auch der zweite Corona-Test war negativ

17.00 Uhr - Der Flughafenbetreiber Fraport Börsen-Chart zeigen macht bei seiner Ausschüttungspolitik eine Kehrtwende. So will der MDax-Konzern auf der Hauptversammlung vorschlagen, dass die Aktionäre für das Jahr 2019 keine Dividende bekommen. Stattdessen soll der Gewinn in die Rücklagen fließen, teilte Fraport am Mittwoch mit. Ob die Anteilseigner für das laufende Jahr eine Ausschüttung erhalten, sei noch offen.

Fraport hatte am 13. März erklärt, dass die Dividende für 2019 und 2020 bei zwei Euro liegen soll. Den Sinneswandel erklärt das Unternehmen mit der "nicht vorhersehbaren Marktentwicklung" durch den Coronavirus. Die Luftfahrtbranche ist durch die Pandemie quasi im Stillstand.

16.30 Uhr - Die Coronakrise belastet nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit zahlreicher europäischer Autobauer. Die Bonitätswächter stuften am Mittwoch ihre Note für BMW herab und behalten sich eine weitere Senkung vor. Außerdem prüfen sie eine mögliche Herabstufung von Volkswagen, Daimler, Peugeot, Renault, Volvo, Jaguar Land Rover und McLaren. Allein bei Fiat Chrysler sei wegen der geplanten Fusion mit Peugeot auch eine Hochstufung möglich.

15.30 Uhr - Die Coronavirus-Pandemie macht Europas größtem Online-Modehändler Zalando zu schaffen. "Seit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellen wir negative Auswirkungen in Form von geringerer Nachfrage in den betroffenen Gebieten fest", teilte das Berliner Unternehmen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters mit. Zuvor habe es kaum Auswirkungen auf das Geschäft gegeben. Details nannte Zalando nicht. Am 7. Mai will der Konzern sein Quartalsergebnis veröffentlichen.

14.30 Uhr - Euro-Gruppen-Chef Mario Centeno erwartet binnen weniger Tage eine Vereinbarung der EU-Staaten zur Nutzung des Euro-Rettungsschirms ESM in der Corona-Krise. Dabei geht es um die Einrichtung vorsorglicher ESM-Kreditlinien für alle Staaten der Eurozone im Umfang von bis zu zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftskraft, wie Centeno in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an EU-Ratschef Charles Michel schrieb. Centeno prägte für das geplante Instrument den Begriff "Pandemie-Krisen-Unterstützung".

Die Finanzminister der 27 EU-Staaten hatten bei einer Schaltkonferenz am Dienstagabend noch keine Vereinbarung dazu getroffen, wie der ESM eingesetzt werden soll. An diesem Donnerstag sollen die EU-Staats- und Regierungschefs darüber beraten. Centeno schrieb aber, im Grundsatz sei man sich schon einig.

Euro-Gruppenchef Mario Centeno: "Im Grundsatz ist man sich schon einig"

14.00 Uhr - Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wirft Chefs von Regionalregierungen und Bürgermeistern vor, mit Ausgangssperren die Wirtschaft zu zerstören. "Wenn Unternehmen nicht produzieren, werden sie keine Gehälter zahlen", twittert Bolsonaro. Wenn die Wirtschaft zusammenbreche, erhielten auch die Angestellten im öffentlichen Dienst nichts. "Wir müssen Geschäfte öffnen und alles tun, um die Gesundheit der Alten zu erhalten", twitterte der Populist.

- Polen wird seine Grenzschließung bis zum 13. April verlängern, kündigt der polnische Innenminister an. Polen hatte die Grenzen in der Nacht zum 15. März für zunächst zehn Tage geschlossen.

- In Großbritannien ist eine 21-Jährige an dem Coronavirus gestorben. Die junge Frau habe keine Vorerkrankungen gehabt, berichtet die Zeitung "The Sun". Die Familie aus High Wycombe in Buckinghamshire habe die Bevölkerung auf ihrem Facebook-Account aufgefordert, im Haus zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Der Tod der 21-Jährigen solle als Weckruf angesehen werden, die Pandemie ernst zu nehmen.

13.30 Uhr - NRW will wegen Infektionsgefahr in Justizvollzugsanstalten 1000 Zellen für Quarantänefälle oder Intensivbehandlungen frei bekommen. Justizminister Peter Biesenbach kündigt an, dass einige Häftlinge daher einen Strafaufschub erhielten oder mit einer Strafunterbrechung rechnen könnten. Die Regelung betreffe aber keine Sexualstraftäter oder Gewalttäter mit mehrjährigen Haftstrafen.

- In Spanien ruft die Armee die Nato-Partner im Kampf gegen das Coronavirus zur Hilfe. Spanien habe dort Corona-Tests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung angefordert, sagt Spaniens Generalstabschef Miguel Villarroya. In Spanien sind innerhalb der letzten 24 Stunden 738 Menschen an dem Virus gestorben, der stärkste Anstieg seit dem Ausbruch in dem Land.

13.00 Uhr - Eine Allianz aus Leasing- und Konsum-Finanzierern befürchtet Belastungen in Milliardenhöhe, wenn sie ihren Kunden in der Coronakrise Leasing- oder Ratenzahlungen stunden. Daraus könne in kürzester Zeit ein potenzielles systemisches Risiko für die gesamte Finanzbranche erwachsen, warnen die Verbände für Leasing, Factoring, Freie Berufe, Franchise, Fuhrparkmanagementgesellschaften sowie des Bankenfachverbands. Daher sollten auch Kreditgeber zinslose staatlich garantierte Liquiditätshilfen in dem Umfang in Anspruch nehmen können, wie sie ihren Kunden Finanzierungsverpflichtungen stunden, fordern sie.

- Das Auswärtige Amt hat gemeinsam mit den Reiseveranstaltern inzwischen mehr als 150.000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber zurückgebracht, wie ein Sprecher sagt. Zum Zeitpunkt der weltweiten Reisewarnung seien etwa 200.000 Deutsche im Ausland gewesen. Die Rückholungen gingen weiter. Das Augenmerk richte sich nun auf die schwierigeren Fälle, wo das Ausfliegen nicht so leicht möglich sei.

- Auch Start-ups sollen nun unter den Schutzschirm der Bundesregierung schlüpfen können und von Garantien und Krediten profitieren. Dies sieht ein Reuters vorliegender Antrag von Union und SPD für die Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages vor, der zur Stunde in Berlin tagt. "Es ist gut, dass die Regierung hier erkannt hat, dass für Start-ups besondere Regeln gelten", sagt der FDP-Haushälter Otto Fricke. "Start-ups sind Teil unserer Zukunft, und über die müssen wir uns jetzt eben auch Gedanken machen."

Armin Laschet (Bild Archiv) ist sehr besorgt um eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft, die Autobauer und Automobilzulieferer.
Bernd Thissen/ DPA
Armin Laschet (Bild Archiv) ist sehr besorgt um eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft, die Autobauer und Automobilzulieferer.

12.30 Uhr - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat angesichts der Corona-Krise Sorgen über einen zu langen Stillstand der Wirtschaft geäußert. "Wenn die Automobilproduktion stillsteht, wenn die Zulieferer nichts mehr zuliefern können, wenn da eine Million Menschen allein in dieser Kernbranche der deutschen Wirtschaft nicht mehr arbeiten, dann wird das ein Land nicht lange aushalten", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend im "Bild"-Live-Interview. Neben der Gesundheitsfrage sei es deshalb sehr wichtig, die Volkswirtschaft so zu stützen, dass sie auch nach der Krise noch da sei. Man sei dabei, viele Branchen zum Umlenken zu bewegen - etwa zur Herstellung von Desinfektionsmitteln oder Schutzausrüstung.


Hören Sie dazu im Podcast: Wie steht es um die Autobauer und Zulieferer?

- Der Autozulieferer Prevent will Deutschland mit Schutzkleidung beliefern. Die Firma habe der Bundesregierung und dem Land NRW die kurzfristige Lieferung von Schutzbekleidung für medizinisches Personal angeboten, sagte ein Unternehmenssprecher. "Konkret geht es um Kittel, Schutzmasken, Kopfbedeckungen und Schutzanzüge." Prevent stellt normalerweise unter anderem Sitzbezüge für Autos her. Die aus Bosnien-Herzegowina stammende Firma produziert nach eigenen Angaben bereits seit letzter Woche Schutzbekleidung im Auftrag der dortigen Regierung - bisher aber nur für den heimischen Markt. "Bislang noch nicht ausgelastete Kapazitäten könnten nun aber auch für die Belieferung von deutschen Kliniken genutzt werden." Prevent-Geschäftsführer Christian Becker rechnet demnach mit einem baldigen Start der Lieferungen: "Wir könnten möglicherweise schon in der kommenden Woche sechsstellige Stückzahlen nach Deutschland liefern."


12.00 Uhr - Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben 3434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Chinas offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei 3285, Italien hat 6820 Tote vermeldet.

11.45 Uhr - Der britische Thronfolger Prinz Charles (71) ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Palast am Mittwoch mit. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es weiter.

- Am Montag und Dienstag sind vom Bund jeweils eine Million Schutzmasken des Typs FFP2 an die Länder und Kassenärztlichen Vereinigungen verteilt worden, teilt das Bundesgesundheitsministerium mit. Vergangene Woche seien in Deutschland etwa 200.000 Menschen auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden.

- Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) stellt in der Krise ihren Unternehmenskunden kurzfristig drei Milliarden Euro an zusätzlichen Krediten zur Verfügung, teilt die größte deutsche Landesbank mit. Zum Vergleich: Insgesamt finanziert die LBBW nach eigenen Angaben mittelständische und große Unternehmen mit einem Kreditvolumen von aktuell rund 50 Milliarden Euro. Seit Beginn der Woche habe die LBBW mehr als 1000 Anfragen mit Blick auf staatliche Fördermittel erhalten sowie über 300 konkrete Anfragen wegen der KfW-Kredite.

10.45 Uhr - Der Handelsverband HDE fürchtet eine Pleitewelle im Einzelhandel, da Kreditbewilligungen zu lange dauern könnten. "Unter den gegebenen Umständen halten viele Einzelhändler nicht länger als vier Wochen aus", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Er forderte daher Nachbesserungen bei dem Entwurf der Bundesregierung. Die Förderbank KfW müsse für 100 Prozent des Ausfallrisikos bürgen, ansonsten müsse die Hausbank eine Bonitätsprüfung vornehmen. "Das dauert viel zu lange und die Hilfe kommt für viele Händler zu spät", Genth. Der Entwurf der Bundesregierung sieht vor, dass die KfW bis zu 90 Prozent des Kreditrisikos übernimmt.

Keine vollen Einkauftüten mehr - allenfalls vor Supermärkte. Viele Einzelhändler würden die Krise nicht überleben, befürchtet der Interessenverband HDE.
Carsten Rehder/ DPA
Keine vollen Einkauftüten mehr - allenfalls vor Supermärkte. Viele Einzelhändler würden die Krise nicht überleben, befürchtet der Interessenverband HDE.

10.20 Uhr - RKI-Chef Lothar Wieler sagt, es könne derzeit keine Aussage darüber getroffen werden, wann die in Deutschland bestehenden Einschränkungen wieder gelockert werden könnten. Die Epidemie werde sicher "noch einige Wochen" im Land bleiben. Er sei aber optimistisch, dass die Maßnahmen griffen. Wichtig sei, Abstand zu halten, und dass Kranke zu Hause blieben. Der Experte betonte erneut: "Wir sind am Anfang der Epidemie." Natürlich werde die Zahl der Todesfälle steigen. "Es ist völlig offen, wie sich diese Epidemie entwickelt."

- SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich fordert: Der Staat muss notfalls eingreifen, um die Produktion etwa von Arzneimitteln und Atemschutzmasken auch in Deutschland zu sichern. "Nicht jeden Preis für die Globalisierung dürfen wir zahlen", sagt er vor dem Bundestag. Der Staat "muss dann mit dem Ordnungsrecht nacharbeiten", wenn bestimmte Bereiche nicht so gesichert werden könnten, wie es für das Überleben notwendig sei.

- Das Robert-Koch-Institut erklärt, dass grundsätzlich nur Menschen mit Symptomen getestet werden sollen. Das schone die Ressourcen der Labore, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Wer nur leichte Zeichen einer Krankheit habe, solle einfach zuhause bleiben.

10.00 Uhr - Russland verzeichnet einen Rekordanstieg bei der Zahl der Corona-Infektionen. Gegenüber dem Vortag seien 163 neue Fälle bestätigt worden, heißt es auf der Internetseite der Regierung. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen liege damit bei 658.

- Die Rezessionsangst in den deutschen Chefetagen ist laut Ifo-Institut stärker als gedacht. Der Geschäftsklimaindex für März fiel auf 86,1 Punkte von 96,0 Zählern im Februar. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Schock", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest zu den aktualisierten Daten.

09.00 Uhr - Frankreich will wegen der Coronakrise ein Rettungspaket über vier Milliarden Euro für die Start-up-Branche schnüren. Es gehe darum, die Liquidität der Firmen zu unterstützen, sagte der für die Digitalwirtschaft zuständige Staatssekretär Cedric O am Mittwoch dem französischen Radiosender Radio Classique

08.30 Uhr - Der Autovermieter Sixt stemmt sich mit Kostensenkungen, herausgezögerten Investitionen und einer verkleinerten Flotte gegen die Folgen der weltweiten Corona-Pandemie. Die Verschiebung von Investitionen sowie Einsparungen bei Personal- und Sachaufwendungen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro solle die Kostensituation deutlich verbessern, teilte der SDax- Konzern mit.

Der Konzern bestätigte die erst vor wenigen Tagen abgegebene Prognose eines starken Umsatz- und Gewinnrückgangs im Jahr 2020 im Prinzip, setzte aber auch ein Fragezeichen dahinter. Die Ziele hängen davon ab, dass sich die erheblichen Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens sowie des privaten wie geschäftlichen Reiseverkehrs in den für Sixt relevanten Märkten im Jahresverlauf schrittweise wieder verringern, hieß es. Sixt rechnet für das Jahr 2021 mit einer Rückkehr zur Normalität. Dann werde eine deutliche Steigerung des Umsatzes und ein leichtes Plus beim Gewinn vor Steuern erwartet - und zwar nicht im Vergleich zu 2020, sondern zu 2019, als das Unternehmen ein Rekordergebnis einfuhr.

8.00 Uhr - Das deutsche Jobvermittlungsportal für Erntehelfer wird laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) "überrannt". Bis gestern Abend hätten sich 16.000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten, sagt sie dem "SWR". Die Corona-Krise zeige zudem, wie wichtig es sei, heimische Lebensmittelproduktion flächendeckend vor Ort zu haben. Es zeige sich auch, dass es sinnvoll sei, Lieferketten und Anfahrtswege bei Lebensmitteln möglichst kurz zu halten.

- Die Banken und Versicherer in Norwegen sollten der Finanzaufsicht zufolge bis auf weiteres keine Dividende ausschütten dürfen. Das sieht ein Vorschlag der Aufsicht an das Finanzministerium vor. Die Entscheidung darüber müsse aber das Ministerium treffen, hieß es. Der Aufsicht zufolge kommen auf die Banken wegen der Virus-Krise hohe Verluste zu, Versicherer müssen gegen sinkende Zinsen ankämpfen und könnten zudem vor einer sinkenden Bewertung ihrer Vermögensanlagen stehen.

- Die OECD sieht die globale Wirtschaft vor einer tiefen Rezession. "Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass das Bruttoinlandsprodukt weltweit und in den verschiedenen Weltregionen in diesem und auch in den nächsten Quartalen 2020 schrumpfen wird", schreibt der Generalsekretär der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD), Angel Gurría, im "Handelsblatt". Er mahnt eine bessere weltweite Zusammenarbeit der Staaten bei den Hilfen gegen die Krise in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik sowie der Bankenaufsicht an.

6.30 Uhr - Die US-Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit den Senatoren auf ein Hilfspaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie geeinigt. "Wir haben ein Abkommen", sagte Präsidialamtssprecher Eric Ueland am Mittwoch. Damit wäre der Weg für das größte Konjunkturpaket der jüngeren Geschichte zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie frei. Auch die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Mittwoch unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person von der Einigung. Senatoren der beiden großen Parteien hatten bis zuletzt letzte Einzelheiten verhandelt. US-Präsident hatte am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus gesagt, dass das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro)

US-Regierung einigt sich auf Hilfspaket
Erin Scott/ REUTERS
US-Regierung einigt sich auf Hilfspaket

- Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 4191 auf 31.554 gestiegen. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen, teilt das Institut unter Verweis auf Daten von Mittwoch, 0.00 Uhr, mit.

- Kleine und mittelgroße Veranstalter von Konzerten und Kulturereignissen sind nach Worten von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Sollte es die bislang geplante aufschiebende Regelung für die Ticketerstattung nicht geben, dann werde die Kulturlandschaft in Deutschland umfassend und dauerhaft Schaden nehmen. "Dann gehen mehr als die Hälfte der deutschen Veranstalter in den Konkurs", warnte Schulenberg, der Europas führendes Ticket- und Live-Entertainment- Unternehmen leitet, der Deutschen Presse-Agentur.

- Das soziale Netzwerk Facebook bekommt inmitten der Coronavirus-Pandemie sinkende Werbeumsätze zu spüren. Dies sei vor allem in Ländern der Fall, die aggressive Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit ergriffen hätten, teilt das US-Unternehmen mit. Details zu den Einbußen oder den betroffenen Staaten nannte Facebook nicht.

- Die beiden Flughäfen in Düsseldorf und Köln-Bonn wollen laut "Rheinische Post" Kurzarbeit anmelden. In Düsseldorf arbeiten 2300 Mitarbeiter, während Köln-Bonn 1800 Beschäftigte zählt.

Der Bundestag will bei Unternehmen, die Staatshilfe beantragen, eine Boni-Bremse einführen
Christoph Soeder/ DPA
Der Bundestag will bei Unternehmen, die Staatshilfe beantragen, eine Boni-Bremse einführen

06.00 Uhr - Der Bundestag will für Firmen, die in der Corona-Krise Staatshilfen erhalten, eine sogenannte Boni-Bremse einführen. Damit solle verhindert werden, dass Manager dieser Firmen Boni, Dividenden oder Aktienpakete erhalten, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine ihnen vorliegende Beschlussvorlage für die Sitzung des Haushaltsausschusses an diesem Mittwoch.

- Die Textil- und Modeindustrie vernetzt sich nach Angaben ihres Verbandes, um angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Produktion auf Schutzausrüstung umzustellen. "Es wurden inzwischen verschiedene Netzwerke gegründet, um Hersteller zentraler Zulieferprodukte mit Fertigungsfirmen zusammenzubringen", sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

- Der Deutsche Richterbund hat davor gewarnt, dass Sondervorschriften in der Corona-Krise zur Normalität werden. "Wichtig ist, dass alle Sonderregeln anlässlich der Corona-Krise nur befristet gelten und ein Enddatum haben", sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch). Damit sei sichergestellt, dass Ausnahmevorschriften nicht schleichend zur Normalität werden.

05.30 Uhr - Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat die Verabschiedung der weitreichenden Gesetze gegen die Folgen der Corona-Krise im Eilverfahren verteidigt. "Wir haben eine Lage, in der aktuell schnell gesetzliche Grundlagen geschaffen werden müssen, damit die Exekutive handlungsfähig bleibt", sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zugleich betonte er: "Dieses beschleunigte Verfahren wird definitiv nicht der legislative Normalfall." So etwas könne nur in Notsituationen angewendet werden.

- Die Regierung in Italien hat die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden, stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom. Schon zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte auch höhere Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro angedroht. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.

05.00 Uhr - Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die israelische Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch weitere Notstandsmaßnahmen: Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause entfernen.

- Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege angesichts der Corona-Krise. "Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte werden von der Politik vergessen", sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (RND, Mittwochsausgaben). "Sie sind die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzbrillen geht", beklagt Brysch. Zwar sei es gut, dass Bund und Länder viel täten, um Krankenhäusern und Ärzten zu helfen. Doch auch die Pflege brauche große Unterstützung. "Die Bundeskanzlerin, ihr Gesundheitsminister und die Ministerpräsidenten sollten in der Corona-Krise die Altenpflege endlich zur Chefsache machen", fordert Brysch. Der Staat habe für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen.

- "Alles runterfahren ist keine Option", sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (RND, Mittwochsausgaben). "Mit Blick auf unsere Wirtschaft muss das Ziel sein, dass wir unsere Unternehmen, kleine wie große, weiter am Laufen halten." Kramer sagt, unnötige Kontakte sollten zielgerichtet vermieden werden. "Zugleich müssen wir die volkswirtschaftliche Produktion von Lebensmitteln bis hin zur Energieversorgung, von Maschinenbau bis zum Handwerk aufrechterhalten und mit Liquidität versorgen", sagt der BDA-Präsident. "So, wie es vorbereitet wird, werden wir eine Durststrecke von einigen Monaten als Volkswirtschaft durchstehen." Regierung, Parlament und Sozialpartner würden im Moment ihr Möglichstes tun, "damit wir viele Arbeitsplätze sichern".

04.30 Uhr - Die indische Regierung verbietet den Export des Arzneistoffes Hydroxychloroquin. Experten testen das Malaria-Mittel aktuell auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten, die mit COVID-19 infiziert sind. Anfang dieser Woche sagte der US-Pharmaverband ASHP, Hydroxychloroquin sei knapp.

03.30 Uhr - US-Präsident Trump ist mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in in Gesprächen über die dringende Lieferung medizinischer Ausrüstung, in erster Linie Testkits zur Feststellung der Infektion. Trump habe versprochen, er werde koreanischen Produzenten helfen, die Genehmigung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die Produkte zu erhalten, teilt das südkoreanische Büro im Blauen Haus mit. Moon sagt Trump seine Hilfe zu und dass Südkorea die Ausrüstung in die USA schicken würde "wenn es in Korea Reserven gibt". Die Aktien des Testkit-Herstellers Seegene steigt sprunghaft um 27 Prozent und SugenTech klettert um 23 Prozent.

03.00 Uhr - Südkorea kündigt an, die Grenzkontrollen für Reisende aus den Vereinigten Staaten bis Freitag zu verschärfen. Die Regierung in Seoul hatte bereits strenge Grenzkontrollen für Besucher aus Europa, China, Italien und dem Iran eingeführt. Einreisende aus den betroffenen Ländern wurden zur Installation einer App verpflichtet, mit der verfolgt wird, ob sie Symptome wie Fieber entwickeln. Zusätzlich trat am vergangenen Donnerstag eine zweiwöchige obligatorische Quarantäne für alle Langzeitankömmlinge aus Europa in Kraft. Premierminister Chung Sye-kyun sagt, dass ähnliche Maßnahmen für Einreisende aus den Vereinigten Staaten spätestens am Freitag umgesetzt werden sollten. Die Korea Centers for Disease Control and Prevention (KCDC) melden 100 neue Coronavirus-Fälle, womit sich die Gesamtzahl der Infektionen im Land auf 9.137 erhöht. Die Zahl der Todesopfer steigt um eins auf 126. Von den neuen Fällen stammen 34 von Reisenden, wie KCDC-Daten zeigen.

02.30 Uhr - Der brasilianische Präsident Jair Bolsonari hält die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für "Hysterie". In einer Ansprache an die Nation fordert er die Bürgermeister der abgeriegelten Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo auf, "zur Normalität zurückzukehren". Bolsonaro wird zunehmend wegen seines Umgang mit dem Virus, den er als "Fantasie" und "kleine Grippe" bezeichnet, kritisiert. Er sagt, die schreckliche Situation in Italien werde sich in Brasilien wegen der jüngeren Bevölkerung des lateinamerikanischen Landes und des wärmeren Klimas nicht wiederholen, ihm selbst als ehemaligem Sportler würde Corona nichts ausmachen. Die Zahl der Todesfälle im Land ist am Dienstag nach Regierungsangaben von 34 auf 46 gestiegen, die Zahl der bestätigten Fälle auf 2.201 von 1.891.

02.00 Uhr - Neuseeland ruft den Notstand aus. Ab Mitternacht (Ortszeit) sei das Land mit einer vollumfassenden Ausgangssperre belegt, erklärt die Regierung. Das Land hatte Stand Mittwoch 47 neue Fälle bestätigt. Die neuseeländische Generaldirektorin für Gesundheit, Dr. Ashley Bloomfield, sagt auf einer Pressekonferenz, dass die Zahl der Fälle noch mindestens 10 Tage weiter steigen würden, bis eine Trendwende erkennbar sei.

01.30 Uhr - In China gehen den Behörden zufolge die Zahl der neuen bestätigten Coronavirus-Fälle zurück. Die Neuerkrankungen fallen von 78 am Vortag auf 48, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Alle seien Reisende aus dem Ausland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf den chinesischen Festland auf 81.218, die Todesfälle summieren sich zum Ende des Dienstags plus vier auf 3281.

0.30 Uhr - US-Außenminister Mike Pompeo verschärft seine Kritik am Umgang Chinas mit dem Ausbruch des Coronavirus. Er behauptet, dass die Kommunistische Partei weiterhin der Welt Informationen vorenthalte, die benötigt würden, um den Virus aufzuhalten. In einem Interview mit der Radiosendung "Washington Watch" wiederholt Pompeo frühere Vorwürfe, dass Pekings Verzögerung beim Offenlegen von Informationen beim ersten Auftreten des Virus Risiken für die Menschen weltweit geschaffen habe. Dieses Verhalten habe "wirklich Tausende von Leben aufs Spiel gesetzt". "Meine Sorge ist, dass durch diese Vertuschung, diese Desinformation, der Welt immer noch die Informationen fehlen, die sie braucht, um weitere Fälle oder eine Wiederholung einer solchen Epidemie zu verhindern", fügt Pompeo hinzu.

0.00 Uhr -Der ehemalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, Edmund Stoiber, ist einem Medienbericht zufolge davon überzeugt, dass Deutschland den wirtschaftlichen Einbruch infolge der Corona-Krise rasch überwinden wird. Stoiber erinnert im Interview mit der Zeitung "Bild" (Mittwochsausgabe) daran, dass Deutschland in der Finanzkrise vor zehn Jahren fünf Prozent des Bruttosozialprodukts eingebüßt habe. Das habe man ein Jahr später bereits wieder aufgeholt gehabt. Stoiber: "Das macht mich optimistisch, dass wir auch diese Krise meistern werden."

- Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann (CDU), hat ein schnelles Ende des Wirtschaftsstillstandes wegen der Corona-Krise gefordert. "Für manche Unternehmen ist jetzt schon die Grenze erreicht", sagte Linnemann zu "Bild" (Mittwoch). "Für die gesamte Volkswirtschaft und unseren Staat wird der Schaden nachhaltig und über Jahrzehnte nicht kompensierbar sein, wenn wir nicht spätestens nach Ostern die Wirtschaft wieder schrittweise hochfahren." Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um das Virus einzudämmen, und das Gesundheitssystem für die Epidemie zu präparieren.

- NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nennt das Ende der Osterferien in seinem Bundesland (18. April) als Richtpunkt für die Corona-Maßnahmen. Bei "BILD live" sagte Laschet: "Wir haben alle Maßnahmen befristet bis zum 19. April." Wenn die Infektionszahlen runtergehen, sei "Ende der Osterferien der Entscheidungspunkt". Allerdings könne man nicht spekulieren, "weil die Maßnahmen erst einmal wirken müssen". Und: Man könne "eine naturwissenschaftliche Frage nicht politisch entscheiden". Er warnte vor auch Gefahren für die Wirtschaft. Wenn etwa die Automobilproduktion stillstehe, dann werde das "ein Land nicht lange aushalten".

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