"Private Gründe" Thomas Sattelberger gibt Amt als Staatssekretär auf

Thomas Sattelberger, langjähriger Kolumnist beim manager magazin, ist als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung zurückgetreten.
War auch Kolumnist beim manager magazin: Der ehemalige Manager Thomas Sattelberger bei einer Rede im Deutschen Bundestag

War auch Kolumnist beim manager magazin: Der ehemalige Manager Thomas Sattelberger bei einer Rede im Deutschen Bundestag

Foto: Florian Gaertner / Photothek via Getty Images

In einer Pressemitteilung gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bekannt, dass der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Sattelberger (72) um seine Entlassung gebeten hat. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger (54), bedauerte diesen Schritt.

"Als Parlamentarischer Staatssekretär und Beauftragter für Transfer und Ausgründung aus der Wissenschaft hat er starke Impulse insbesondere für Forschung, Innovation und Transfer gesetzt", so Stark-Watzinger, "er hat in kürzester Zeit vieles angestoßen, etwa die Umsetzung der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI), die Entfesselung der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) oder die Aufwertung sozialer Innovationen. Er hat all seine Ideen, seine Energie und seine langjährige Erfahrung eingebracht und sich in den Dienst der Sache gestellt."

Sattelberger saß seit 2017 für die FDP im Bundestag. Zuvor hatte er eine erfolgreiche Managementkarriere durchlaufen: Er war Personalvorstand bei Continental und bei der Deutschen Telekom, wo er das Thema Diversity-Management auf die Tagesordnung setzte und unter anderem eine Frauenquote im Vorstand etablieren konnte. Zudem war Sattelberger jahrelang als Gastautor für das manager magazin tätig. Seine Kolumne "Führungszeugnis" hat Aufmerksamkeit erzeugt. Sattelberger sprach Themen an, die andere vermieden: Führungsschwächen, Chauvinismen und Selbstüberhöhungen von Topmanagern und Politikern zum Beispiel.

Sattelberger gibt auch Mandat im Bundestag ab

Die FDP-Politikerin Stark-Watzinger dankt Sattelberger in der Mitteilung und bezeichnet ihn als "eine große Unterstützung, ein wichtiger Teil des Teams", der im Ministerium auch als Mensch fehlen werde.

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Sattelberger erläuterte seinen Schritt in der BMBF-MItteilung: "Ich habe für mich einen Punkt erreicht, an dem ich eine Entscheidung treffen musste. Sie ist mir nicht leichtgefallen. Aus gesundheitlichen und privaten Gründen ziehe ich mich aus der Politik zurück. Ich werde deshalb auch mein Mandat als Bundestagsabgeordneter aufgeben. Es war mir eine Ehre und eine Freude, an den Zukunftsthemen des Landes mitzuwirken. Ich bin dankbar für diese intensive Zeit und die gute Zusammenarbeit."

Auf seinem Twitter-Profil  ergänzte er: "Nicht mehr in der Berliner Politik zu sein, heißt NICHT, nicht mehr politisch zu sein. Ihr kennt mich doch, fürs Altenteil ist es viel zu früh", so Sattelberger.

hr
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