Freitag, 22. November 2019

Bundesagentur für Arbeit Wer Valerie Holsboer nachfolgen könnte

Valerie Holsboer, Vorstandsmitglied (Controlling, Finanzen und Personal) der Bundesagentur für Arbeit (BA), spricht in der BA-Zentrale zur Entwicklung des Arbeitsmarktes im August 2017. (zu dpa: Personalkrise in der Bundesagentur: Vorstandsmitglied vor Abberufung) Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Daniel Karmann/dpa
Valerie Holsboer, Vorstandsmitglied (Controlling, Finanzen und Personal) der Bundesagentur für Arbeit (BA), spricht in der BA-Zentrale zur Entwicklung des Arbeitsmarktes im August 2017. (zu dpa: Personalkrise in der Bundesagentur: Vorstandsmitglied vor Abberufung) Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach der vorzeitigen Abberufung der Spitzenmanagerin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Valerie Holsboer, könnte die Chefin der Arbeitsagentur in Nordrhein-Westfalen in den BA-Vorstand aufrücken. Christiane Schönefeld, die 62 Jahre alte Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion in NRW, sei die Favoritin mehrerer BA-Verwaltungsratsmitglieder, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Wochenende aus dem Umfeld des Gremiums. Zuvor hatten mehrere andere Medien darüber berichtet. Offiziell soll über die Holsboer-Nachfolge erst in den nächsten Wochen entschieden werden.

Schönefeld, die 33 Jahre Bundesagentur-Erfahrung mitbringt, gilt als führungsstark und durchsetzungsfähig. Kritiker sehen in der Volljuristin allerdings eine Vertreterin der "alten Bundesagentur" mit eher traditionellen Führungsstrukturen, die Holsboer habe aufbrechen wollen, dabei aber gescheitert sei. Auch BA-intern gilt Schönefeld wegen ihres Alters nur als Interimslösung.

Holsboer muss vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesregierung als einzige Frau im Vorstand der Bundesagentur vorzeitig ihren Posten räumen. Eine Mehrheit des BA-Verwaltungsrats hatte am Freitag die Abberufung der 42 Jahre alten Finanz- und Personalchefin beschlossen. Sie war lediglich zwei Jahre im Amt. Viele Beschäftigte hatten mit der Managerin große Hoffnungen auf einen Kulturwandel bei der Mammutbehörde verbunden. Doch die Seite der Arbeitgeber im Verwaltungsrat war unzufrieden mit der Arbeit der Vorstandsfrau.

dpa/mh

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