Dienstag, 15. Oktober 2019

Mangel an bezahlbarem Wohnraum Bund stockt Mietwohnungen für Beamte auf

Es mangelt an bezahlbarem Wohnraum. Der Bund greift seinen Beamten mit eigenen Angeboten unter die Arme (Symbolbild)

Der Bund hat wegen des Mangels an bezahlbarem Wohnraum die Zahl der Mietwohnungen für Bundespolizisten und andere Beamte aufgestockt. Aktuell werden bundesweit nach Angaben des Innenministeriums rund 64.000 Wohnungen an Beamte und Bundespolizisten vermietet. Im August des vergangenen Jahres waren es noch rund 1500 Wohnungen weniger, wie aus einer Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht.

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Wie das Innenministerium mitteilte, werden diese Wohnungen vor allem von Bundesbediensteten aus dem einfachen und mittleren Dienst genutzt, die häufiger umziehen müssen. Dazu gehören zum Beispiel Bundespolizisten, die an internationalen Flughäfen wie Frankfurt und München eingesetzt werden. Für die Bereitstellung der günstigen Wohnungen stehen nach Ministeriumsangaben jährlich rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. Seit dem Haushalt 2018 habe sich diese Summe mehr als verdreifacht.

Die Mieten entsprechen in der Regel dem ortsüblichen Mietzins und werden von den Beamten selbst gezahlt. Rund die Hälfte der Wohnungen ist nach Angaben der Bundesregierung Eigentum des Bundes, für die restlichen Wohnungen besteht ein Belegungsrecht. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte im vergangenen Jahr gesagt, er wolle sich um mehr bezahlbaren Wohnraum für Bundesbeamte kümmern, die aus dienstlichen Gründen in Großstädte mit hohen Mieten umziehen müssen.

dpa/mh

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