Erholung im Mai Zahl der Arbeitslosen sinkt unter 2,7 Millionen

Noch nicht gänzlich genesen - doch der deutsche Arbeitsmarkt erholt sich weiter vom Corona-Tief. Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen unter 2,7 Millionen gesunken, zudem befinden sich weniger Menschen in Kurzarbeit.
Mehr Menschen im Job: Die Arbeitslosenquote ist im Mai auf 5,9 Prozent leicht gesunken

Mehr Menschen im Job: Die Arbeitslosenquote ist im Mai auf 5,9 Prozent leicht gesunken

Foto: Jochen Lübke/ dpa

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai unter die Marke von 2,7 Millionen gesunken. Zudem ist bereits im März die Zahl der Kurzarbeitenden erstmals seit Beginn des Teil-Lockdowns wieder gesunken, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte. "Im Mai zeigen sich erste Anzeichen für eine umfassende Besserung am Arbeitsmarkt", sagte BA-Chef Detlef Scheele (64). "Die Folgen der Corona-Krise sind zwar immer noch sehr deutlich sichtbar, werden aber etwas kleiner."

Die Bundesagentur registrierte demnach im Mai 2,687 Millionen Arbeitslose. Das seien 84.000 weniger als im April und 126.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent zurück. Rechnet man die jahreszeitlichen Schwankungen heraus, ergibt sich im Monatsvergleich laut BA ein saisonbereinigter Rückgang um 15.000 Erwerbslose.

Betriebe melden deutlich weniger Kurzarbeit an

Die Kurzarbeit nimmt den Angaben der Bundesagentur zufolge deutlich ab. Zwischen dem 1. und 26. Mai hätten Betriebe nur noch für 96.000 Menschen Kurzarbeit angemeldet. Wirklich in Anspruch genommen wird Kurzarbeit erfahrungsgemäß weniger als vorsorglich angemeldet, die Daten für die Inanspruchnahme liegen immer erst mit zweimonatiger Verzögerung vor.

Tatsächlich gezahlt worden sei Kurzarbeitergeld im Monat März 2021 für 2,61 Millionen Menschen. Damit sei die Zahl im März erstmals seit November 2020 - als es zu einem erneuten Corona-Lockdown gekommen war - wieder gesunken. In der Spitze hatten im April 2020 fast sechs Millionen Menschen in Deutschland Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen.

rei/Reuters, dpa-afx
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