Sonntag, 25. August 2019

mm-Grafik am Mittag Nur Portugiesen arbeiten bis zum Rentenalter

In Deutschland wird weiter um die Rente mit 67 gestritten - denn schon heute arbeiten nur wenige bis zum 65. Lebensjahr. Viele Portugiesen arbeiten notgedrungen über das gesetzliche Rentenalter hinaus - und sind damit eine Ausnahme in Europa.

Hamburg - Der Streit um die Rente mit 67 in Deutschland dauert an - obwohl nur in wenigen Ländern Europas bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter gearbeitet wird, wie die Grafik von Statista zeigt. Im von der Finanzkrise hart getroffenen Portugal müssen die Menschen im Durchschnitt sogar deutlich länger arbeiten, um ihren Lebensabend finanzieren zu können.

In Deutschland gehen Männer nach Daten der OECD im Schnitt mit rund 62 Jahren in Rente - drei Jahre vor dem gesetzlichen Rentenbeginn. In Frankreich sind die meisten Neu-Rentner sogar unter 60 Jahre alt - der frühe Rentenbeginn stellt das Land vor große Probleme.

Die schrittweise Einführung der Rente mit 67 in Deutschland - für Beschäftigte ab dem Jahrgang 1967 und jünger wird das Renteneintrittsalter bei 67 Jahren liegen - bedeutet faktisch eine weitere Kürzung der Altersbezüge: Nur eine Minderheit wird voraussichtlich bis zum 67 Lebensjahr tatsächlich arbeiten und damit den Anspruch auf volle Rentenzahlung erhalten. Hält der aktuelle Trend an, werden viele Beschäftigte in Deutschland weiterhin früher in Rente gehen wollen oder müssen - und damit eine geringere Rente in Kauf nehmen.


© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung