Donnerstag, 18. Juli 2019

Städte-Vergleich Tief im Westen - Hoch im Süden

6. Teil: Rang 29: Bochum

Rangplatz im Vorgängerranking 2010: 29

Wirtschaft: Opel, Nokia, BenQ - Bochum war in den vergangenen Jahren immer wieder von großangelegtem Arbeitsplatzabbau betroffen. Die Stadt hat mit einer relativ niedrigen Produktivität zu kämpfen: Rund 56 000 Euro erwirtschaftet ein Bochumer jährlich. Ein erschreckend niedriger Wert, gerade auch angesichts des Beschäftigungsverlust: Bochum erlitt zwischen 2005 und 2010 den zweithöchsten Jobabbau im Ranking. Die Umstellung auf neue, hochproduktive Wirtschaftszweige ist steckengeblieben: Nur ein Viertel der Beschäftigen arbeitet in wissensintensiven Branchen, nur 11 Prozent haben einen Hochschulabschluss, halb so viele wie in München oder Stuttgart.

Bevölkerung: Bochum schrumpft. Zwischen 2005 und 2011 sank die Einwohnerzahl um rund 3 Prozent; nur Gelsenkirchen hat eine noch ungünstigere Entwicklung hinter sich. Bis 2025 sagen die Prognosen den fünfthöchsten Bevölkerungsverlust unter den 30 Großstädten vorher: rund 6 Prozent.

Offenheit: Die ökonomische Dauermisere erschwert die Integration, auch in einer traditionell so stark einwanderergeprägten Gegend wie dem Ruhrgebiet. Das zeigt sich in den Zahlen: Nur 7,1 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben einen ausländischen Pass.

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