Donnerstag, 18. Juli 2019

Städte-Vergleich Tief im Westen - Hoch im Süden

5. Teil: Die "Flop 3" - Platz 28: Gelsenkirchen

Stadt Gelsenkirchen
Rangplatz im Vorgängerranking 2010: 25

Wirtschaft: Das Ruhrgebiet - immer noch Deutschlands zweitgrößter deutscher Ballungsraum mit rund fünf Millionen Einwohnern - ist eine gebeutelte Region. Nur Essen sticht im diesjährigen HWWI-Ranking heraus. Auch in Gelsenkirchen ist der Strukturwandel nicht recht gelungen: Nur 23,6 Prozent der Beschäftigten arbeiten in wissensintensiven Branchen (halb so viele wie in Stuttgart), nur 8,5 Prozent der Beschäftigten haben einen Hochschulabschluss. Immerhin halten die schwerindustriellen Strukturen der Vergangenheit die Produktivität der verbliebenen Beschäftigten auf recht hohem Niveau: Rund 70 000 Euro erwirtschaftet ein Gelsenkirchener Werktätiger. In den Jahren 2005 bis 2010 gelang ein leichter Beschäftigungsaufbau, nach massiven Verlusten im Jahrfünft zuvor.

Bevölkerung: Gelsenkirchen ist eine schrumpfende Stadt. Nirgends in Deutschland war der Bevölkerungsverlust zwischen 2005 und 2011 größer: mehr als 4 Prozent. Die Vorhersagen der Demographen stimmen nicht gerade hoffnungsfroh: Bis 2025 soll den Prognosen zufolge die Bevölkerung um 9 Prozent sinken - das ist der zweitgrößte Verlust bundesweit.

Offenheit: Den Indikatoren des HWWI zufolge ist die Gelsenkirchener Wirtschaft eine vergleichsweise geschlossene Gesellschaft. Das zeigt sich beim vergleichsweise niedrigen Ausländeranteil unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, aber auch in der bei der geringen Zahl von ausländischen Übernachtungsgästen.

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