Montag, 15. Juli 2019

Städte-Vergleich Tief im Westen - Hoch im Süden

3. Teil: Platz 2: München

Rangplatz im Vorgängerranking 2010: 2

Wirtschaft: Die Stadt der Dax-Konzerne - Siemens, BMW, Allianz, Munich Re, Linde und Infineon haben ihre Hauptquartiere an der Isar - gehört zu den produktivsten deutschen Metropolen. Mehr als 80 000 Euro erwirtschaftet ein Beschäftigter jährlich. 48 Prozent der Münchner Arbeitskräfte sind in wissensintensiven Branchen beschäftigt, das ist der zweithöchste Wert in Deutschland (knapp hinter Stuttgart). 22 Prozent der Beschäftigten haben einen Hochschulabschluss - deutsche Spitze.

Bevölkerung: Die Isar-Metropole wächst dynamisch: Zwischen 2005 und 2011 nahm die Kopfzahl um 9,4 Prozent zu - der höchste Wert im Ranking. So soll es weitergehen: Bis 2025 wird der höchste Bevölkerungszuwachs unter den 30 großen Städten prognostiziert. Schon heute ist München die drittgrößte deutsche Stadt, Zentrum des Ballungsraum Oberbayern (4,4 Millionen Menschen).

Offenheit: Trotz Lederhosen-Image: Nirgends sonst unter den 30 größten Städten gibt es einen so hohen Ausländeranteil unter den Beschäftigten wie in München: 16 Prozent. Auch beim Anteil ausländischer Studierender weist die Stadt einen hohen Wert (14,8 Prozent), aber keinen Spitzenwert, auf. Was die Erreichbarkeit vom Rest Europas aus angeht, liegt München allerdings nur im Mittelfeld - die geografische Lage tief im Süden bringt gewisse Standortnachteile mit sich.

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