Sonntag, 15. September 2019

Städte-Vergleich Tief im Westen - Hoch im Süden

2. Teil: Die "Top 3" - Platz 1: Frankfurt

Rangplatz im Vorgängerranking 2010: 1

Wirtschaft: Die Finanzmetropole ist einsame Spitze, was die Produktivität angeht: Ein durchschnittlicher Beschäftigter erwirtschaftet einen Output von 87 000 Euro jährlich, deutlich mehr als in den ebenfalls gut platzierten Hightech-Zentren Stuttgart und München. Ähnlich wie in den beiden Südmetropolen arbeiten sehr viele Menschen in wissensintensiven Wirtschaftszweigen; in Frankfurt liegt der Anteil bei 41,6 Prozent, das ist der dritthöchste Wert in der Untersuchung. Auch der Arbeitsmarkt hat sich sehr dynamisch entwickelt: Die Zahl der Beschäftigung legte im Analysezeitraum stark zu.

Bevölkerung: Frankfurt ist die viertgrößte Stadt Deutschlands, zentral positioniert im größten deutschen Ballungsraum Rhein-Main (5,5 Millionen Einwohner). Die Stadt wächst: Zwischen 2005 und 2011 stieg die Einwohnerzahl um 6 Prozent, das ist der vierthöchste Anstieg im Ranking der 30 größten deutschen Städte. Allerdings sind die Bevölkerungsvorhersagen bis 2025 nicht übermäßig optimistisch: Viel mehr als eine Stagnation der Einwohnerzahl ist wohl nicht drin.

Offenheit: Vielfalt befruchtet die Wirtschaft. Die Main-Metropole belegt diesen generellen Befund der HWWI-Untersuchung. Nirgends gibt es mehr ausländische Studierende (17,3 Prozent). Beim Anteil ausländischer Beschäftigter (15,6 Prozent) schneidet nur München noch besser ab. Auch die zentrale geographische Lage und die exzellente Verkehrsinfrastruktur sprechen für Frankfurt: Keine andere deutsche Großstadt ist von anderen wichtigen Ballungsräumen Europas schneller erreichbar.

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