Samstag, 21. September 2019

Konzerne, Politiker, Experten Wer will was im großen Energiepoker?

Wer glaubt, beim Streit um die Energiewende gehe es um die beste Lösung, liegt falsch. Auch beim heutigen Energiegipfel wird deutlich: Hinter den verschiedenen Positionen stehen meist klare wirtschaftliche und politische Interessen. manager magazin online gibt einen Überblick.

Hamburg - Das Abschlusspapier glich einem vorweihnachtlichen Wunschzettel. Als sich die deutschen Ministerpräsidenten vergangene Woche in Thüringen zum großen Energiewende-Vorgipfel trafen, kam ein buntes Sammelsurium von Forderungen, Bekenntnissen und Konsens-Rhetorik dabei heraus.

Ja, Deutschland soll die erneuerbaren Energien weiter ausbauen, hieß es. Ja, Investoren für Windkraft- und Solaranlagen brauchen Sicherheit - das gilt vor allem für die, die weit draußen auf dem Meer Rotoren aufstellen. Sicherheit sollen allerdings auch die Betreiber der Kohle- und Gaskraftwerke haben. Und bitte: Die Strompreise für Firmen und Verbraucher dürfen nicht stark steigen.

Die Liste lässt erahnen: In Sachen Energiewende sind jede Menge harte Interessen im Spiel. Sie alle wollen Bundesregierung und Länder beim Energiegipfel in Berlin unter einen Hut bringen - um die beste Lösung geht es bestenfalls am Rande.

Der eine kämpft für Kohle und Gas, der andere für so viel Erneuerbare wie möglich und anderen ist die Stromquelle gar nicht so wichtig, so lange die Kraftwerke in seinem Land stehen. Manche sitzen in Berlin mit am Tisch, andere nicht.

manager magazin online zeigt die wichtigsten Konfliktparteien samt ihren führenden Köpfen.

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