Mittwoch, 21. August 2019

Teures Öl Benzinpreis erreicht neuen Rekordstand

Teures Benzin: Für E10 mussten Autofahrer am Wochenende durchschnittlich 1,692 Euro je Liter zahlen

Die Spritpreise haben am heißesten Wochenende des Jahres ebenfalls neue Rekordstände erreicht. Die hohen Rohölpreise, das Ölembargo gegen den Iran und nicht zuletzt die Ferienzeit trieben die Benzinpreise über die bisherige Rekordmarke aus dem April dieses Jahres.

München - Bundesweit mussten Autofahrer am Samstag im Durchschnitt 1,692 Euro je Liter Super E10 bezahlen und damit soviel wie noch nie. Das hat der ADAC berechnet und am Montag auf Anfrage mitgeteilt.

Damit knackte der Benzinpreis die bisherige Rekordmarke vom 18. April diesen Jahres. Damals waren für einen Liter E10 1,674 Euro fällig. Allerdings kletterte der Literpreis für E10 am Wochenende an vielen Tankstellen auch über die Grenze von 1,70 Euro, an einzelnen Stationen sogar deutlich. Am Sonntag ging der Preis auf 1,685 im bundesweiten Schnitt wieder leicht zurück. Diesel kostete am Samstag 1,53 Euro je Liter.

Als Grund für den Preisauftrieb nannte der ADAC zwar die gestiegenen Rohölpreise im August; der Automobilclub hält die Tankstellenpreise dennoch für zu hoch. Die Heizölpreise waren in der vergangenen Woche schon auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen, was ebenfalls auf die hohen Rohölpreise zurückzuführen ist. Das Ölembargo gegen den Iran und abnehmende Lagerbestände in den USA geben dem Ölpreis nach Branchenangaben Auftrieb. Dazu kommt der schwache Euro. Außerdem ist im Sommermonat August Hauptferien- und Reisezeit, auch in den USA, so dass die Nachfrage gestiegen ist.

mg/dpa-afx

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