Auszeichnung Schäuble erhält Karlspreis

Wegen seiner "herausragenden Verdienste um die Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas" geht der Karlspreis 2012 an Finanzminister Wolfgang Schäuble. 
Eine Konstante in der europäischen Politik: Mit dem Preis wird das Lebenswerk Schäubles gewürdigt

Eine Konstante in der europäischen Politik: Mit dem Preis wird das Lebenswerk Schäubles gewürdigt

Foto: DAVID GANNON/ AFP

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erhält im kommenden Jahr den Internationalen Aachener Karlspreis. Das gaben die Stadt Aachen und das Karlspreis-Direktorium am Samstag bekannt.

Schäuble werde zudem geehrt für "seine Rolle als Ideengeber und wichtiger Akteur bei nahezu allen Integrationsfortschritten in den vergangenen Jahrzehnten und in Anerkennung seiner bedeutenden Beiträge zur Stabilisierung der Währungsunion und zur Vertiefung des Einigungsprozesses", heißt es in der Begründung weiter.

Der Preis wird am 17. Mai im Krönungssaal des Aachener Rathauses verliehen. Schäuble ist der 54. Träger des Karlspreises. Im vergangenen Jahr hatte der damalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, die Auszeichnung erhalten.

Europa sei für Schäuble "Herzensangelegenheit und innere Überzeugung", heißt es in der Begründung des Karlspreisdirektoriums weiter. Er zähle auf nationaler wie auf europäischer Ebene zu den wenigen noch aktiven Politikern, die entscheidende Integrationsfortschritte schon ab den 1980er Jahren begleitet hätten.

So habe er 1990 den Einigungsvertrag, mit dem die Teilung Deutschlands und Europas überwunden worden sei und 1992 den Vertrag von Maastricht maßgeblich mit verantwortet, mit dem die Währungsunion geschaffen wurde. Mit der Verleihung des Preises würdige man das Lebenswerk des Politikers Schäuble, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Der Internationale Karlspreis gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.

mh/Reuters

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.