Verlorenes Jahr 2012 Bundesbank fürchtet Stagnation auf Jobmarkt

Die Besserung des deutschen Jobmarkts droht vorerst zum Stillstand zu kommen: Die Bundesbank fürchtet, dass das kommende Jahr gar ein verlorenes für den deutschen Arbeitsmarkt wird. Die Arbeitslosenzahl werde infolge der Euro-Krise auf dem Niveau dieses Jahres verharren.
Mehr Jobs im kommenden Jahr zweifelhaft: Bundesbank fürchtet Stagnation auf deutschem Arbeitsmarkt im kommenden Jahr

Mehr Jobs im kommenden Jahr zweifelhaft: Bundesbank fürchtet Stagnation auf deutschem Arbeitsmarkt im kommenden Jahr

Foto: dapd

Frankfurt am Main - Im Sog der Euro-Krise wird der Aufschwung am Arbeitsmarkt im kommenden Jahr nach Ansicht der Bundesbank vorerst gestoppt. Sie rechnet in damit, dass sich die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt bei drei Millionen einpendeln und damit auf dem Niveau von 2011 verharren wird. "Erst Ende 2012 dürfte wieder eine leichte Beschäftigungszunahme zu verzeichnen sein", heißt es in dem Bericht. Zuletzt war die Arbeitslosenzahl in Richtung Sechs-Prozent-Marke gerutscht.

Die Wirtschaftsweisen rechnen in ihrem im November veröffentlichten Gutachten hingegen mit weniger als 2,9 Millionen Arbeitslosen im Jahresschnitt. Die Bundesbank veranschlagt für 2012 zudem nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent, wobei sich für den Winter bereits eine konjunkturelle "Durststrecke" abzeichne. Damit bliebe das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) deutlich unter der Regierungsprognose von einem Prozent: "Die Krise der Staatsfinanzen in einer Reihe von Ländern des Euro-Gebiets, die hiervon ausgehende Verunsicherung sowie die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung belasten die deutsche Konjunktur", warnt die Bundesbank. Im Juni war sie noch von 1,8 Prozent Wachstum für 2012 ausgegangen.

Zum Vergleich: Dieses Jahr wird ein Plus von 3,0 Prozent veranschlagt. Die Notenbank erwartet allerdings, dass eine "weiterhin expansive Geldpolitik und eine wieder stärker wachsende Weltwirtschaft" die Konjunktur 2013 anschieben wird. "Unter diesen Gegebenheiten könnte sich im Jahr 2013 ein Zuwachs des BIP von 1,8 Prozent ergeben."

kst/rtr
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