Technische Probleme Elektronische Lohnsteuerkarte soll erst 2013 kommen

2011 wurde es nichts, 2012 ging es wieder schief: Die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte verzögert sich wegen technischer Probleme seit Jahren. Nun haben die Finanzminister der Länder ein neues Datum genannt: 2013 soll die Ablösung der bunten Pappkarten endlich klappen.
Lebenszäher Pappkamerad: Die Lohnsteuerkarte aus Papier wird weiterhin gebraucht, weil die elektronische Variante den Behörden einfach nicht gelingen will

Lebenszäher Pappkamerad: Die Lohnsteuerkarte aus Papier wird weiterhin gebraucht, weil die elektronische Variante den Behörden einfach nicht gelingen will

Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpa

Hamburg - Die elektronische Lohnsteuerkarte soll helfen, das Steuerrecht zu vereinfachen: Bei dem neuen Verfahren muss der Arbeitnehmer nur noch sein Geburtsdatum und seine steuerliche Identifikationsnummer angeben, wenn er einen neuen Job beginnt - mit diesen Informationen kann der Arbeitgeber dann alle wichtigen Lohnsteuerinformationen elektronisch bei der Finanzverwaltung abrufen. So weit die Theorie.

Wenn da nur nicht die ärgerliche Technik wäre. Denn ursprünglich hätten die bunten Pappkarten schon Anfang 2011 abgelöst werden sollen. Wegen EDV-Problemen wurde das Vorhaben zunächst auf Anfang 2012 verschoben. Diesen Termin hatte die Finanzverwaltung jedoch bereits Anfang November dieses Jahres gekippt.. Grund seien Probleme bei der technischen Erprobung des Abrufverfahrens auf der Datenbank, hieß es. Ein neues Datum wurde zunächst nicht genannt.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, haben die Finanzminister der Länder sowie der Bund am Donnerstag beschlossen, dass die elektronische Lohnsteuerkarte erst 2013 eingeführt werden soll. Als Grund für die Verspätung wurden demnach - schon wieder - EDV-Probleme genannt.

aar/dpa

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