Donnerstag, 27. Februar 2020

Schätzung Steuereinnahmen steigen um 100 Milliarden

Mehr Geld in der Hand des Fiskus: Der Staat wird bis 2016 vermutlich bis zu 100 Milliarden Euro mehr einnehmen

Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten können Bund, Länder und Gemeinden nach einem Pressebericht in den kommenden fünf Jahren mit 100 Milliarden Euro zusätzlichen Steuereinnahmen rechnen. Die geplante Steuersenkung für mittlere und kleine Einkommen sei damit finanzierbar. 

Berlin - Trotz schwächelnder Konjunktur rechnet die Bundesregierung in den kommenden Jahren mit steigenden Steuereinnahmen. Regierungskreise zeigten sich am Montag zuversichtlich, dass damit Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen ab 2013 finanziert werden können. Die Ergebnisse der mittelfristigen Steuerschätzung sollen am Freitag vorgelegt werden.

Das "Handelsblatt" berichtet, dass die Steuereinnahmen in Deutschland bis zum Jahre 2016 um mehr als 100 Milliarden Euro auf 680 Milliarden Euro steigen könnten. Die Zeitung bezieht sich auf eine Vorlage aus dem Finanzministerium für die amtliche Steuerschätzung, die Mitte der Woche in Halle beginnt.

Allein für das laufende Jahr wird demnach ein Anstieg gegenüber der letzten Steuerschätzung vom Mai um 17 Milliarden Euro auf knapp 572 Milliarden Euro erwartet. Im kommenden Jahr sollte sich dem Bericht zufolge der Aufwärtstrend auf 591 Milliarden Euro fortsetzen. Das wären immer noch sieben Milliarden Euro mehr als in der letzten Steuerschätzung errechnet. Wesentlicher Grund für die hohen Steuermehreinnahmen sei der Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter.

Die Steuereinnahmen werden dann nach dem Bericht in den folgenden Jahren drei Jahren über die Stationen 613 Milliarden Euro für 2013, 636 Milliarden Euro für 2014 und 659 Milliarden Euro für 2015 weiter zunehmen. Das entspräche gegenüber den bisherigen Erwartungen Mehreinnahmen von rund 40 Milliarden Euro. Die Schätzvorlage aus dem Finanzministerium stellt eine von mehreren für die anstehende Steuerschätzung an.

rei/reuters/afp

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