Schloss Bellevue Wulff begrüßt neue Staatsbürger

Erstmals hat Bundespräsident Christian Wulff Einbürgerungsurkunden an 22 neue deutsche Staatsbürger überreicht. Bei einer Zeremonie im Berliner Schloss Bellevue begrüßte das Staatsoberhaupt vor allem die Tatsache, dass Deutschland durch die neuen Bürger "vielfältiger und weltgewandter" werde.
Bundespräsident Wullf mit neuen Staatsbürgern: 22 Menschen erhielten heute die deutsche Staatsbürgerschaft

Bundespräsident Wullf mit neuen Staatsbürgern: 22 Menschen erhielten heute die deutsche Staatsbürgerschaft

Foto: Getty Images

Berlin - Bundespräsident Christian Wulff hat am Freitag erstmals im Berliner Schloss Bellevue Einbürgerungsurkunden an 22 neue deutsche Staatsbürger überreicht. Bei der Zeremonie erinnerte Wulff an seine Rede zum Tag der Deutschen Einheit vor einem Jahr. Damals hatte der Bundespräsident gesagt, dass der Islam "inzwischen auch zu Deutschland" gehört.

"Auf meine Rede hin habe ich knapp 4000 eher kritische Zuschriften bekommen. Aber auch wunderbare Dankbriefe, gerade von 'neuen Deutschen", sagte Wulff und betonte: "Deutschland verändert sich, es wird vielfältiger und weltgewandter - und Sie sind ein willkommener Teil dieser Veränderung." Die Zukunft gehöre den Nationen, "die offen sind für kulturelle Vielfalt, für neue Ideen und für die Auseinandersetzung mit Fremden und Fremdem", bekräftigte das Staatsoberhaupt.

Die neuen deutschen Staatsbürger im Alter von sieben bis 68 Jahren leben im Berliner Bezirk Mitte. Sie stammen aus Äthiopien, Brasilien, Bulgarien, China, Georgien, Großbritannien, Indonesien, Kasachstan, Kolumbien, den Palästinensischen Gebieten, Polen, Rumänien und Togo.

mg/dapd
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