Zuversichtsstudie Euro-Krise verunsichert Deutsche

Das Vertrauen der Deutschen in die eigene Volkswirtschaft ist laut einer Studie der Allianz im dritten Quartal so niedrig wie noch nie seit Ausbruch der Finanzkrise. Besonders sorgt die Bundesbürger die Zukunft des Euro. Ihrer persönlichen Zukunft sehen sie zuversichtlich entgegen.
Dämpfer Schuldenkrise: Die Deutschen blicken wenig zuversichtlich in die Zukunft

Dämpfer Schuldenkrise: Die Deutschen blicken wenig zuversichtlich in die Zukunft

Foto: Corbis

München - Die Euro-Schuldenkrise und die Turbulenzen an den Finanzmärkten erschüttern das Vertrauen der Deutschen in die Wirtschaftsentwicklung. Zwar blickten die Menschen nach wie vor recht zuversichtlich nach vorn, die Stimmung sei in den vergangenen Wochen aber gekippt, heißt es in einer "Zuversichtsstudie" im Auftrag des Versicherungskonzerns Allianz. Für ihr persönliches Leben blieben die Menschen aber weiter optimistisch.

Im Juli habe noch die Mehrheit der Befragten von 56 Prozent mit "Zuversicht" oder gar "großer Zuversicht" auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands geblickt. Im August rutschte der Wert auf 38 Prozent, im September waren es nur noch 35 Prozent. Einen vergleichbaren Einbruch hätten die Studienmacher der Universität Hohenheim seit der ersten Befragung 2007 noch nicht gemessen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Zugleich blicken die Deutschen aber weiter sehr zuversichtlich in ihre persönliche Zukunft, auch was die Sicherheit des eigenen Jobs angeht. "Die Euro-Krise schlägt sich zwar deutlich in der Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage nieder, die persönliche Zuversicht bleibt davon bundesweit bislang jedoch unberührt", sagte Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim. "Offensichtlich haben viele Menschen die Hoffnung, dass die weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen ihr persönliches Umfeld nicht erreichen.

Die Allianz erhebt in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim seit 2007 die Zuversichtsstudie. Dafür werden monatlich 500 bis 1000 repräsentative Interviews geführt und die Ergebnisse quartalsweise veröffentlicht. Im dritten Quartal wurden 2659 Interviews geführt.

sk/dpa-afx
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