Marburger Bund Uniklinik-Ärzte kündigen Streiks an

Nach den bislang erfolglosen Tarifverhandlungen für die Ärzte an Universitätskliniken hat der Marburger Bund Warnstreiks angekündigt. In der kommenden Woche würde an verschiedenen Unikliniken die Arbeit niedergelegt, die Notfallversorgung der Patienten sei gewährleistet.
Ärzte-Streik: 5 Prozent mehr Gehalt und eine Anhebung der Bezahlung von Nachtschichten fordert der Marburger Bund

Ärzte-Streik: 5 Prozent mehr Gehalt und eine Anhebung der Bezahlung von Nachtschichten fordert der Marburger Bund

Foto: Frank Leonhardt/ dpa

Hamburg - Der Marburger Bund hat für die kommende Woche Warnstreiks an mehreren Universitätskliniken angekündigt. Dies sei ein "Warnschuss" an die Arbeitgeber, die in der laufenden Tarifrunde bislang "null Kompromissbereitschaft" gezeigt hätten, erklärte die Ärztegewerkschaft in Berlin. Seit Juli verhandelt der Marburger Bund mit der Tarifgemeinschaft der Länder über mehr Geld für rund 20.000 Ärzte an den Unikliniken.

Der Verhandlungsführer des Marburger Bunds, Lutz Hammerschlag, warf den Arbeitgebern "Blockadehaltung" vor. Diese habe in den bisher vier Verhandlungsrunden "keinen Kompromiss möglich gemacht". Deshalb werde es von Montag bis Mittwoch bundesweit an mehreren Unikliniken zweistündige Warnstreiks geben. Die Notfallversorgung der Patienten sei trotz der Warnstreiks aber gesichert.

Neben 5 Prozent mehr Gehalt fordert der Marburger Bund unter anderem auch eine Anhebung der Bezahlung von Nachtschichten. Für Dienste in der Nacht erhielten Ärzte an Universitätskliniken lediglich einen Zuschlag von 1,28 Euro pro Stunde. Schon jetzt könne eine wachsende Anzahl von offenen Arztstellen nicht besetzt werden. Dieser Trend werde sich verstärken, wenn die Arbeitsbedingungen und Gehaltsperspektiven der Uniklinik-Ärzte nicht deutlich besser werden, warnte der Marburger Bund.

sk/afp

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