EU-Vergleich Deutsche arbeiten länger, Franzosen haben weniger Urlaub

Durchschnittlich 40,5 Stunden hat ein Beschäftigter in Deutschland im vergangenen Jahr pro Woche gearbeitet. Damit liegen die Deutschen im europäischen Vergleich weit vorn - die Franzosen beispielsweise verbrachten deutlich weniger Zeit in ihrem Büro.
Beschäftigte in Europa: Die Rumänen haben die längste Jahresarbeitszeit, die Franzosen die kürzeste

Beschäftigte in Europa: Die Rumänen haben die längste Jahresarbeitszeit, die Franzosen die kürzeste

Foto: Oliver Berg/ picture-alliance/ dpa

Brüssel - Beschäftigte in Deutschland haben längere Wochenarbeitszeiten als ihre Kollegen in den meisten anderen europäischen Staaten, dafür aber mehr Urlaubs- und Feiertage. Das geht aus einer Untersuchung des EU-Forschungsinstituts Eurofound hervor.

Die tatsächlich geleistete Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland lag demnach im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 40,5 Stunden. Länger arbeiten der Untersuchung zufolge nur Beschäftigte in Rumänien (41,3 Stunden) und Luxemburg (40,8 Stunden). Am kürzesten war die Wochenarbeitszeit in Finnland mit 37,8 Stunden, Arbeitnehmer in Frankreich mussten durchschnittlich 38 Stunden pro Woche leisten.

Allerdings haben Beschäftigte in Frankreich und Finnland durchschnittlich nur Anspruch auf 25 Urlaubstage pro Jahr, während Deutsche und Dänen im Mittel mit tarifvertraglich vereinbarten 30 Urlaubstagen europaweit die längsten Ferien haben. Hinzu kommen in beiden Ländern zehn gesetzliche Feiertage.

Gemessen an der Jahresarbeitszeit lagen Arbeitnehmer in Deutschland mit rund 1659 geleisteten Stunden im Jahr 2010 nur knapp vor den Dänen mit 1628 Stunden. Am kürzesten arbeiteten Beschäftigte in Frankreich mit knapp 1602 Stunden. Die längsten Arbeitszeiten ermittelten die Wissenschaftler für Arbeitnehmer in Rumänien (1864 Stunden) und Polen (1856 Stunden).

mg/dapd
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