Donnerstag, 14. November 2019

EZB-Personalie Asmussen soll Stark-Nachfolger werden 

Krisenerprobt: Finanzstaatssekretär Asmussen soll zur EZB wechseln

Sein Name war als einer der ersten gefallen, nun ist es offiziell: Die Bundesregierung schickt als Nachfolger für EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark den als Euro-Krisenmanager erprobten Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen ins Rennen.

Hamburg - Die Bundesregierung schickt als Nachfolger für EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark den als Euro-Krisenmanager erprobten Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen ins Rennen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte am Samstag in Marseille, sein Eindruck sei, dass dieser Vorschlag auch von den deutschen Partnern "sehr positiv" aufgenommen werde. "Mir ist der Schritt wahrscheinlich am schwersten gefallen." Asmussen selbst sagte, er wolle sich der neuen Aufgabe stellen. "Ich will das gern tun."

Stark, der als Stabilitätswächter galt, hatte am Freitag überraschend seinen Rückzug erklärt - aus "persönlichen Gründen". Er galt, wie der im Februar zurückgetretene Bundesbank-Präsident Axel Weber, als Kritiker der milliardenschweren Anleihekäufe, mit der die EZB kriselnde Euro-Staaten stützt. Asmussen ist in Wirtschaftsfragen einer der wichtigsten Krisenmanager der Bundesregierung - wie auch der frühere Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und jetzige Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Offiziell werden die Mitglieder des EZB-Direktoriums vom Europäischen Rat ausgewählt und ernannt.

Nach Starks Rücktrittserklärung waren Dax und Euro eingebrochen. Bereits am Freitag hieß es in Berliner Kreisen, die Bundesregierung wolle Asmussen als Nachfolger vorschlagen.

cr/dpa

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