Altersbezüge 660.000 Rentner müssen nebenher jobben

Immer mehr Rentner kommen nach einem Zeitungsbericht nur mit einem Nebenjob finanziell über die Runden. Die Zahl von Rentnern mit kleinen Jobs habe gegenüber 2000 um knapp 60 Prozent zugenommen, heißt es mit Blick auf Zahlen des Bundesarbeitsministeriums.
Proteste gegen Rente mit 67: Während Beschäftigte protestieren, gehen immer mehr Menschen zwischen 64 und 74 Jahren einer geringfügigen Tätigkeit nach

Proteste gegen Rente mit 67: Während Beschäftigte protestieren, gehen immer mehr Menschen zwischen 64 und 74 Jahren einer geringfügigen Tätigkeit nach

Foto: FABIAN BIMMER/ AP

Berlin - Im vergangenen Jahr seien rund 660.000 Menschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren nebenher einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob nachgegangen, schreibt die "Saarbrücker Zeitung". Im Jahr 2000 habe die Zahl noch 416.000 betragen.

Dies gehe aus Zahlen des Bundesarbeitsministeriums hervor. Die Zahl von Rentnern mit kleinen Jobs habe demnach seit dem Jahr 2000 um 58,6 Prozent zugenommen.

400.000 Menschen im Alter über 65 Jahren beantragten und erhielten dem Bericht zufolge 2009 die staatliche Grundsicherung im Alter - ein Zuwachs von 55 Prozent gegenüber 2003, als es nur 258.000 waren.

Der Linken-Abgeordnete Matthias Birkwald hatte eine kleine Anfrage zu dem Thema an die Bundesregierung gestellt. "Ruhestand war gestern, malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern." Gering bezahlte Arbeit führe direkt in die Altersarmut, sagte Birkwald.

la/dpa-afx
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