Umfrage zum Euro Drittel der Deutschen glaubt ans Ende

Die Mehrheit der Deutschen glaubt daran, dass der Euro bestehen bleiben wird. Ein gutes Drittel indes bezweifelt genau das - und vermutet, dass der Euro in zehn Jahre nicht mehr existieren wird.
Euro: Unter Druck

Euro: Unter Druck

Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpa

Hamburg - Fast ein Drittel der Deutschen ist einer Umfrage zufolge überzeugt, dass es in zehn Jahren den Euro als Währung nicht mehr geben wird. 65 Prozent dagegen glaubten, dass die Gemeinschaftswährung auch 2021 existiere, heißt es in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die "Bild am Sonntag".

Besonders skeptisch sehen die Ostdeutschen die Zukunft des Euro: 41 Prozent glauben, dass es ihn 2021 nicht mehr geben wird. In Westdeutschland sind nur 28 Prozent der Befragten dieser Meinung. Für die repräsentative Umfrage befragte Emnid 500 Menschen in der Bundesrepublik ab 14 Jahren. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten bleibt einer Untersuchung des Instituts Allensbach zufolge die Mehrheit der Deutschen aber gelassen.

"53 Prozent sehen den nächsten zwölf Monaten überwiegend optimistisch entgegen, nur zwölf Prozent mit ausgeprägten Befürchtungen", schreibt die Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, in einem Gastbeitrag für die "Wirtschaftswoche". "In Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate rechnen 43 Prozent mit einem Aufwärtstrend, 33 Prozent mit einer unveränderten Situation - und lediglich 15 Prozent mit einem Aufschwung", schreibt Köcher. Die Erfahrungswelt der Bürger stehe im völligen Kontrast zu den täglichen Hiobsbotschaften.

Während die allgemeine Situation von immer mehr Unsicherheit geprägt sei, schätzten die Bürger den eigenen Arbeitsplatz heute als wesentlich sicherer ein als vor drei oder vier Jahren. "Der Aufschwung hat das Selbstvertrauen der Deutschen gestärkt", lautet Köchers Fazit. Allerdings befürchteten zwei Drittel der Bürger, dass die Krise der überschuldeten Länder in der Euro-Zone über kurz oder lang auf die deutsche Konjunktur durchschlagen könnte.

got/reuters
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