Kramp-Karrenbauer Saar-Ministerpräsidentin im zweiten Anlauf

Der saarländische Landtag hat die CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer im zweiten Wahlgang zur Ministerpräsidentin gewählt. Im ersten Wahlgang war die CDU-Politikerin gescheitert, Gegenkandidat Heiko Maas von der SPD erhielt genauso viele Stimmen.
Führungswechsel im Saarland: Kramp-Karrenbauer (neben dem bisherigen Ministerpräsidenten Peter Müller (l.)) erhielt nur 25 der insgesamt 27 Stimmen aus der Koalition

Führungswechsel im Saarland: Kramp-Karrenbauer (neben dem bisherigen Ministerpräsidenten Peter Müller (l.)) erhielt nur 25 der insgesamt 27 Stimmen aus der Koalition

Foto: Oliver Dietze/ dpa

Saarbrücken - Die 49-jährige Annegret Kramp-Karrenbauer erzielte im zweiten Wahlgang bei einer geheimen Abstimmung mit 26 Stimmen die erforderliche einfache Mehrheit.

In der ersten Runde war die CDU-Politikern gescheitert: Sie erhielt im Landtag in Saarbrücken lediglich 25 Stimmen, genauso viel wie ihr Gegenkandidat Heiko Maas. Der SPD-Landesvorsitzende hatte erst unmittelbar vor der Wahl am Mittwoch seine Gegenkandidatur erklärt.

Von den insgesamt 51 Abgeordneten hatte sich einer der Stimme enthalten. Die Jamaika-Koalition von CDU, FDP und Grünen verfügt im Landtag über 27 Stimmen, die Opposition von SPD und Linken über 24.

Die bisherige Sozialministerin soll Ministerpräsident Peter Müller nachfolgen, der in den vergangenen zwölf Jahren im Saarland regiert hat. Ende Mai hatte Kramp-Karrenbauer bereits den CDU-Landesvorsitz von Müller im kleinsten deutsche Flächenland übernommen. Die 49-Jährige wäre nach Christine Lieberknecht (CDU) in Thüringen und Hannelore Kraft (SPD) in Nordrhein-Westfalen die derzeit dritte weibliche Chefin eines Landeskabinetts.

mg/dpa
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